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Zweifel an Opel-Deal wachsen


Opel-Rettung  

Zweifel an Opel-Deal wachsen

26.06.2009, 12:54 Uhr | bv, AFP, t-online.de

Weiter dunkle Wolken über OpelWeiter dunkle Wolken über Opel (Quelle: ddp) Rund eine Woche nach der vorläufigen Rettung von Opel wachsen die Zweifel an dem Deal. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" schreibt, der Autozulieferer Magna und russische Sberbank wollten deutlich weniger Geld für Opel mitbringen als bisher angenommen. Laut "Focus" fließt außerdem die Hälfte der staatlichen deutschen Brückenfinanzierung ins Ausland.

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Nur 100 Millionen Euro Eigenkapital

Das Konsortium aus dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna und der russischen Sberbank bringe bei der geplanten Übernahme nur 100 Millionen Euro an Eigenkapital ein, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eine bisher unveröffentlichte Absichtserklärung ('Memorandum of Understanding'). Bislang hatte es geheißen, die Partner engagierten sich mit 500 Millionen Euro.

Beteiligung teils als Darlehen

Die Differenz von 400 Millionen Euro sei nur ein zinsloses Darlehen, für das sie sich Sicherheiten einräumen ließen. Erst schrittweise und über Jahre solle der Kredit in Eigenkapital umgewandelt werden. Sberbank-Chef German Gref sagte, er halte den Einstieg seiner Bank bei Opel für "ziemlich riskant". Er biete zugleich aber auch eine große Chance, um Russlands Autoindustrie zu modernisieren, sagte Gref, ehemals Minister der russischen Regierung, der Zeitung "Die Welt". Sberbank soll 35 Prozent an Opel halten.

Hälfte der Staatshilfen ins Ausland

Wie der "Focus" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, müssen die deutschen Steuerzahler zwar für Kredite in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bürgen. In Deutschland blieben aber nur 750 Millionen Euro. Rund 600 Millionen Euro gehen demnach ins spanische Saragossa. Die britischen Vauxhall-Werke könnten ihrerseits auf Risiko der deutschen Steuerzahler im August für 150 Millionen Euro Werkzeuge für den Bau des neuen Astra finanzieren.

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Ausländische Werke gehören zur Adam Opel GmbH

Ein Opel-Sprecher sagte auf Anfrage, die Brückenfinanzierung sei allein für die Adam Opel GmbH gedacht. Seit kurzem seien auch die nicht-deutschen europäischen Opel-Standorte unter der Adam Opel GmbH zusammengefasst. Für andere Werke wie etwa in Saragossa gebe es aber auch Hilfspakete örtlicher staatlicher Stellen.

Hohes Risiko wegen laufender Verluste

Die Bundesregierung schätze das Risiko eines Ausfalls der Kredite "angesichts der laufenden Verluste der Adam Opel GmbH" als überdurchschnittlich hoch ein, zitierte der "Focus" aus einer vertraulichen Regierungsvorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestages.

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