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Finanzierung der Merckle-Gruppe gesichert


Merckle-Imperium  

Finanzierung der Merckle-Gruppe gesichert

23.02.2010, 15:32 Uhr | lgs, t-online.de, dpa

Das Merckle-Imperium ist vorerst gerettet, doch Ratiopharm wird verkauft. (Quelle: dpa)Das Merckle-Imperium ist vorerst gerettet, doch Ratiopharm wird verkauft. (Quelle: dpa) Die Gläubiger der Industriellen-Familie Merckle gewähren der Unternehmensgruppe einen weiteren Kredit. Am Dienstag habe die letzte der 61 Banken ihre Unterschrift unter den Restrukturierungsvertrag gesetzt, berichtete das "manager-magazin" in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf Verhandlungskreise. Damit sei das Weiterbestehen der Merckle-Vermögensholding VEM sowie des Pharmagroßhändlers Phoenix bis Januar 2011 gesichert. Bei der VEM war zunächst niemand zu erreichen.

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KPMG lieferte positives Prüfergebnis

Phoenix dagegen bestätigte, die Finanzierung des Unternehmens sei "nachhaltig sichergestellt". Eigentümer, Banken und Unternehmen hätten gemeinsam eine "tragfähige Finanzierungsstruktur" für die Dauer der Neuordnung der Merckle-Gruppe vereinbart. Die bisherige Übergangsfinanzierung sei planmäßig durch eine längerfristige Finanzierung bis 2011 abgelöst worden, hieß es in einer Mitteilung. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei das positive Prüfungsergebnis der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG für Phoenix gewesen. Phoenix ist nach eigenen Angaben einer der führenden Pharmahändler in Europa.



Sanierungskredite über 430 Millionen Euro

Die Banken haben dem "manager-magazin" zufolge der Merckle-Gruppe Sanierungskredite in Höhe von 430 Millionen Euro bewilligt. Im Gegenzug habe sich Familienerbe Ludwig Merckle verpflichtet, den Generikahersteller Ratiopharm, Beteiligungen an dem Baustoffkonzern HeidelbergerCement sowie nötigenfalls auch den Pharmagroßhändler Phoenix zu verkaufen. Mit den Erlösen sollen Schulden in Höhe von 8,356 Milliarden Euro getilgt werden.

Phoenix zeigt sich optimistisch

Phoenix zeigte sich unterdessen mit dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 zufrieden. Die Erwartungen seien übertroffen worden. Für das weitere Geschäftsjahr werde insgesamt ein positiver Verlauf erwartet. Die Finanz- und Wirtschaftskrise treffe zwar auch den Gesundheitsmarkt, dieser sei wegen der demografischen Entwicklung jedoch weniger stark betroffen. Im Geschäftsjahr 2008/2009 hatte der Pharmagroßhändler seinen Umsatz um 4,6 Prozent auf 22,58 Milliarden Euro gesteigert. Die Merckle-Gruppe war Ende 2008 auch durch die Folgen der Finanzkrise in eine Schieflage geraten. Firmenmogul Adolf Merckle hatte sich im Januar das Leben genommen, kurz vor seinem Tod aber noch den Kompromiss mit den Banken für die Rettung seiner Unternehmen in die Wege geleitet.

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