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Arcandor: Karstadt macht wieder Gewinn


Arcandor  

Trotz Insolvenz: Karstadt macht wieder Gewinn

22.02.2010, 17:32 Uhr | mfu, t-online.de , dpa

Karstadt macht sieben Millionen Euro GewinnKarstadt macht sieben Millionen Euro Gewinn (Quelle: ddp) Die Karstadt-Kaufhäuser des insolventen Arcandor-Konzerns haben laut einem Pressebericht im ersten Geschäftshalbjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der operative Gewinn habe in den sechs Monaten von Oktober bis März bei sieben Millionen Euro gelegen, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf das Gutachten für den gescheiterten Bürgschaftsantrag des Konzerns.

Wirtschaftsprüfer loben Karstadt

Der "FTD" zufolge lobt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in dem Gutachten Karstadts Geschäftsentwicklung. "Bezogen auf die Umsatzrendite zeigt sich bei Karstadt ein klar positiver Trend", zitiert die Zeitung aus dem Gutachten.

Gewinn liefert Argumente für Erhalt von Arcandor

Derzeit arbeite der Generalbevollmächtigte von Arcandor, Horst Piepenburg, an einem Plan zur Fortführung des insolventen Unternehmens. In den nächsten Tagen will er Gläubiger und Insolvenzgericht von seinem Konzept überzeugen. Das kann er aber nur, wenn es gute Argumente für den Erhalt eines abgespecktes Gesamtunternehmen gibt. Das gilt vor allem, da bei Arcandor das Insolvenzplanverfahren zur Anwendung kommt, was bei einem derartigen Großkonzern noch nie zuvor geschehen ist.

Operativer Verlust im Geschäftsjahr

Im gesamten vorigen Geschäftsjahr hatte Karstadt einen operativen Verlust von 272 Millionen Euro erlitten. Arcandor hat die Veröffentlichung der Zwischenbilanz zwischenzeitlich auf den 18. Juni verschoben, wollte den Termin aber zuletzt nicht mehr als sicher bestätigen.

Versandhandel mit Verlusten

Im zweiten operativen Kerngeschäft Arcandors, dem unter Primondo zusammengefassten Versandhandel mit der Hauptmarke Quelle, sieht es dem Bericht zufolge schlechter aus. Allein in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs sei ein operativer Verlust von 57 Millionen Euro aufgelaufen, schreibt die "FTD".

Suche nach Partnern geht weiter

Unterdessen geht die Suche nach einem Käufer von Arcandor und deren Tocherfirmen weiter. Der Konkurrent Metro ist dabei für Konzernchef Karl-Gerhard Eick nicht der einzige mögliche Partner für eine Übernahme von Karstadt. Eick will auch mit anderen Interessenten über die Zukunft der Warenhäuser verhandeln. "Wir werden die Gespräche nicht nur mit der Metro suchen, und wir werden dann die Lösung finden, die für die Mitarbeiter und das Unternehmen die interessanteste ist", sagte Eick am Donnerstag bei der Aufzeichnung der ZDF-Sendung "Johannes B. Kerner" in Hamburg. Damit könnte er für die Karstadt-Häuser einen besseren Preis erzielen.

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