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Opel: Sicherungsverein soll Pensionsverpflichtungen tragen


Opel  

Sicherungsverein soll Opel-Pensionen tragen

26.06.2009, 10:54 Uhr | mash/bv, dpa, dpa-AFX, t-online.de

Opel: Jetzt geht es um die Pensionsverpflichtungen (Foto: Archiv)Opel: Jetzt geht es um die Pensionsverpflichtungen (Foto: Archiv) Die Rettung von Opel könnte laut einem Zeitungsbericht nicht nur für die deutschen Steuerzahler, sondern für alle deutschen Unternehmen teuer kommen. Denn die Bundesregierung und der Opel-Kaufinteressent Magna verhandelten mit dem Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) in Köln über die Übernahme eines Teils der Pensionsverpflichtungen von Opel, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Der PSV dementierte aber inzwischen die angeblichen Verhandlungen.

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PSV von Opel-Ansinnen wenig begeistert

"Es gibt keine Verhandlungen und wir lassen uns auch nicht erpressen", sagte PSV-Vorstand Martin Hoppenrath. Die Vorstellung, dass der Verein zur Abwendung eines größeren Schadens bei einer Insolvenz schon vorab eintreten könne, sei so alt wie der Verein und grundfalsch. Erst in einer vom Gericht festgestellten Insolvenz gerate der Verein in die Position eines Gläubigers.

Insgesamt vier Milliarden Euro fällig

Die Pensionsverpflichtungen bezifferte die Zeitung auf insgesamt vier Milliarden Euro und berief sich dabei auf mehrere Personen aus gut informierten Kreisen. Wie stark genau der PSV belastet werden soll, stehe noch nicht fest, hieß es.

Jährliche Zahlung der Betriebsrenten zu viel für Opel

Normalerweise komme der PSV erst dann für die Betriebsrenten von Unternehmen auf, wenn diese insolvent sind, schrieb das Blatt weiter. Im Fall von Opel könnte das Unternehmen jedoch gerade durch die Betriebsrenten zahlungsunfähig werden, weil die jährlichen Zahlungen die Kraft von Opel übersteigen könnten. Deshalb solle der PSV einen Teil der Verpflichtungen übernehmen, damit der Organisation die volle Last im Falle einer sonst drohenden Insolvenz erspart bleibe, werde aus Konzernkreisen berichtet. Ein Opel-Sprecher sagte: "Uns sind solche Gespräche nicht bekannt."

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Übernahme könnte an Pensionslasten scheitern

Die Bundesregierung hatte bereits eine Übernahme der Pensionslasten abgelehnt. Der Autozulieferer Magna dagegen, der zusammen mit der staatlichen russischen Sberbank 55 Prozent an Opel übernehmen will, hatte zugesagt, die Pensionslasten nach der Übernahme zu tragen. Derzeit gehört Opel aber noch zu 65 Prozent einer staatlich kontrollierten Treuhandgesellschaft und zu 35 Prozent dem insolventen einstigen Mutterkonzern General Motors (GM). Blieben die Pensionslasten vollständig bei Opel, könnte Magna die geplante Übernahme auch wieder abblasen.

Mehr als 70.000 Firmen könnten betroffen sein

Für den PSV kämen die Verhandlungen einer Erpressung gleich, schreibt die "FAZ". Stimme er einer Teilübernahme der Lasten nicht zu, müsste er vielleicht bald die ganze Summe von vier Milliarden Euro verkraften. Mehr als 70.000 Unternehmen sind der Zeitung zufolge Mitglied im PSV. Der Verein ist eine Art Selbsthilfeeinrichtung der deutschen Wirtschaft, der als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit organisiert ist und rund zehn Millionen Versorgungsberechtigte schützt. Bei einer Opel-Pleite kämen auf den Verein voraussichtlich die größten Belastungen seiner Geschichte zu - zusätzlich zur Belastung aus der Insolvenz des Kaufhauskonzerns Arcandor.

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