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BlackRock wird weltgrößte Investmentbank

23.02.2010, 15:31 Uhr | cs, dpa , t-online.de

Die US-Investmentbank BlackRock greift für Barclays tief in die Tasche (Foto: imago)Die US-Investmentbank BlackRock greift für Barclays tief in die Tasche (Foto: imago) Barclays hat mit einem Tauschgeschäft den Weg für die weltgrößte Investmentbank freigemacht. Die britische Großbank akzeptiere das Angebot der US-Investmentbank BlackRock und verkaufe ihre Tochter Barclays Global Investors (BGI), so die Briten. Barclays wird im Gegenzug Großaktionär bei der neuen BlackRock Global Investors mit Sitz in New York. Das Tauschgeschäft ist auch für die 410 BGI-Mitarbeiter lukrativ: Sie erhalten durch den Deal 380 Millionen Pfund (450 Millionen Euro).

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Barclays-Präsident kassiert ab

Die BGI-Mitarbeiter hatten zuvor über einen Bonusplan Aktien und Aktienoptionen an ihrem Unternehmen erhalten. Allein Barclays-Präsident Robert Diamond bekommt 22 Million Pfund (26 Millionen Euro). Er hatte das Geschäft als "aufregende Möglichkeit" für Barclays und BlackRock Global Investors gepriesen.

Deal mit einer Vertragsstrafe verbunden

Eine Hürde für den Verkauf war zunächst der BGI-Fondsspezialist iShares, der Bestandteil des BlackRock-Deals ist. Die Briten hatten diese Tochter jedoch an die luxemburgische Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners in einer Kaufabsicht unter Vorbehalt veräußert. Die Luxemburger sollten eigentlich bis Donnerstag Zeit bekommen, ihr Angebot nachzubessern. Barclays zahlt den Luxemburgern nun aber 175 Millionen Dollar (127 Millionen Euro) Vertragsstrafe.

Gezahlt wird bar und in Aktien

BlackRock hatte Barclays 13,5 Milliarden Dollar (9,8 Milliarden Euro) angeboten. Die eine Hälfte soll in bar fließen, die andere im Umfang von etwa 19,9 Prozent BlackRock-Aktien. Die Barclays-Aktionäre müssen dem Tauschgeschäft noch auf einer Hauptversammlung im August zustimmen. BlackRock verwaltet dann mehr als 2,8 Billionen Dollar (zwei Billionen Euro) Vermögen.

Barclay erhält benötigtes Kapital

Barclays hatte bisher keine Staatshilfen in Anspruch genommen, anders als viele seiner Konkurrenten. Durch das Tauschgeschäft erhält Barclays dringend benötigtes frisches Kapital. Bisher nahmen die Royal Bank of Scotland, die Halifax Bank of Scotland und Lloyds TSB insgesamt 37 Milliarden Pfund (43 Milliarden Euro) an britischen Staatshilfen in Anspruch.

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