Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Arcandor: Sal. Oppenheim erwägt Ausstieg


Arcandor-Insolvenz  

Privatbank Sal. Oppenheim verkauft Direktanteil an Arcandor

22.02.2010, 17:32 Uhr | oca, dapd , t-online.de

Arcandor-Insolvenz: Privatbank Sal. Oppenheim prüft Ausstieg (Quelle: dpa)Arcandor-Insolvenz: Privatbank Sal. Oppenheim prüft Ausstieg (Quelle: dpa) Die Privatbank Sal. Oppenheim hat ihren direkten Anteil von 3,7 Prozent an dem insolventen Handels- und Touristikkonzern Arcandor verkauft. Ob der Arcandor-Großaktionär auch sein Engagement über eine Industrieholding beenden wird, soll sich einem Banksprecher zufolge in den kommenden drei Monaten entscheiden. Ausschlaggebend sei das Sanierungskonzept und damit die Frage, welche Perspektive Arcandor langfristig habe. Über die Holding hält die Oppenheim-Familie nun noch knapp 25 Prozent der Aktien an dem angeschlagenen Essener Unternehmen.

Arcandor-Beteiligung war Fehler

Die im vergangenen September eingefädelte Beteiligung bewertet das Bankinstitut laut "Handelsblatt" inzwischen als Fehler. Damals habe man gedacht, dass sich der Einstieg bei einem durchschnittlichen Aktienkurs von 2,12 Euro als eine gute Investition erweisen würde, heißt es demnach im Umfeld der Bank. Zum Käufer des nun veräußerten Direktanteils der Bank wollte sich der Sprecher nicht äußern. Die Arcandor-Aktie notierte am Mittwochnachmittag bei weniger als 70 Cent.

Quelle-Erbin will an Engagement festhalten

Ob die Oppenheim-Familie die restlichen Anteile behalten und sich an einer möglichen Rekapitalisierung Arcandors beteiligen werde, hänge nun von der Bestandsaufnahme des Insolvenzverwalters ab. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Die zweite Arcandor-Großaktionärin, Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, hatte sich am Wochenende in Medienberichten klar zu ihrem Arcandor-Engagement bekannt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg will am Donnerstag eine erste Einschätzung zum Stand des Verfahrens abgeben.

Erhalt von Arcandor als Ganzes fraglich

Laut "Süddeutscher Zeitung" hält es Sal. Oppenheim nur noch theoretisch für möglich, dass Arcandor insgesamt erhalten bleibt. Auch die von der Metro angestoßene Bildung einer Deutschen Warenhaus AG ist aus Sicht der Bank offenbar eher unwahrscheinlich. Ein Herauspicken der Rosinen werde es bei der nun angestrebten Planinsolvenz in Eigenverwaltung jedenfalls nicht geben, heißt es in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter Berufung auf Kreise der Bank.

Metro-Arcandor Gespräche liegen auf Eis

Die Metro hatte angekündigt, rund 60 der 90 Karstadt-Häuser mit den eigenen Kaufhof-Filialen zusammenführen zu wollen. "Unser Angebot und unsere Gesprächsbereitschaft stehen", sagte ein Metro-Sprecher. Seit Anmeldung der Insolvenz am vergangenen Dienstag liegen die Gespräche zwischen Arcandor und Metro auf Eis.

Insolvenzverwalter: Karten werden neu gemischt

In der momentanen Vorbereitung des Insolvenzverfahrens seien solche Gespräche nicht möglich, sagte Arcandor-Sprecher Gerd Koslowski. Die Karten würden nun komplett neu gemischt; zu einem späteren Zeitpunkt werde man dann weitersehen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal