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Hexensabbat in Zuffenhausen


Porsche  

Hexensabbat in Zuffenhausen

23.02.2010, 15:28 Uhr | mash, dapd, t-online.de

Die Porsche-Zentrale in Zuffenhausen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Die Porsche-Zentrale in Zuffenhausen (Foto: dpa) (Quelle: dpa) Am Freitag wird's spannend: An den Börsen ist Hexensabbat, viermal im Jahr verfallen gleich dreifach Optionsgeschäfte an den Terminbörsen. Oft geht es dann an den Handelsplätzen turbulent zu. Auch hunderttausende VW-Optionen werden dann fällig. Nun muss man sich fragen: Verbrennt sich der Großaktionär Porsche mit seinen VW-Optionen am Stichtag mehr als nur die Finger? Oder kommen die Zuffenhausener unversehrt davon?

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Großaktionär Porsche

Porsche hält derzeit knapp 51 Prozent an Volkswagen. Das alleine wäre noch nicht problematisch. In der Vergangenheit sicherte sich der Sportwagenbauer jedoch über Optionen den Zugriff auf weitere VW-Anteile, um den Wolfsburger Konzern zu kapern. Analysten gehen davon aus, dass sich Porsche aktuell zusätzlich zwischen 20 bis 24 Prozent der VW-Papiere gesichert haben könnte. Laut "Financial Times Deutschland" (FTD) entsprechen die fälligen Optionen 23 Prozent des Grundkapitals von VW - mehr als die derzeit handelbaren Aktien und wohl einmalig in der DAX-Geschichte.



Müssen sie oder müssen sie nicht?

In Medien und bei Analysten machen derzeit folgende Szenarien die Runde. Hat Porsche mit Banken Kaufoptionen auf Papiere von Europas größten Autobauer abgeschlossen, müssen die Stuttgarter die Aktien irgendwann zu einem vorher festgelegten Preis abnehmen. Wann dies der Fall ist - ob möglicherweise am Hexensabbat - bleibt bisher offen. Sollte Porsche die Kaufoptionen einlösen müssen, stellt sich die Frage, woher der Autobauer das Geld nimmt. Der Konzern ist zurzeit schon mit neun Milliarden Euro verschuldet. Es ist also wahrscheinlich, dass die Stuttgarter sich die Aktien nicht leisten können. Man denke an die Bitte um Kredit bei der KfW. Nicht auszuschließen ist allerdings, dass Porsche die Kaufoptionen verfallen lassen kann.

Komplexe Geschäfte

Ist der Sportwagenbauer im Besitz von Verkaufsoptionen auf VW-Aktien und sind diese nicht durch entsprechende Gegengeschäfte abgesichert, kommt es auf die Kursentwicklung der Volkswagen-Aktie an. Laut "FTD" werden 640.000 Verkaufsoptionen fällig. Die Frage ist nun, wer die Papiere hält - die Banken oder Porsche. Je nachdem könnte es für Porsche teuer werden. Wenn zum Beispiel die Banken als Inhaber der Papiere sich von ihren VW-Aktien trennen würden, rutschte der VW-Kurs kräftig nach unten und Porsche drohten große Abschreibungen. Auch hier ist allerdings offen, wann diese Optionen fällig werden - sofern es sie gibt.



"Wir haben keine Angst vor Hexen"

Optionen können allerdings auch außerbörslich abgeschlossen werden. So gehen Experten davon aus, dass Porsche die Optionspositionen mit großer Wahrscheinlichkeit längst verlängert hat. Matthias Jaspers, Leiter Aktien der WGZ Bank, sagte der "FTD": "Die Porsche-Manager wären sonst nach außen ... nicht so gelassen. Keiner - weder Porsche noch die Banken - will, dass es zu einem Showdown kommt. Deshalb dürfte es auch keine großen Kursausschläge bei VW geben." Ein Porsche-Sprecher wies denn auch darauf hin: "Wir sind nicht an der Terminbörse Eurex engagiert und auch niemand in unserem Auftrag. Und wir sehen keinen negativen Einfluss auf unsere Liquiditätssituation." Und er fügte hinzu: "Wir haben keine Angst vor Hexen." 

Dreifacher Verfall an den Terminbörsen

Viermal jährlich fallen an den Terminbörsen gleich dreifach die Verfallstermine von Aktienoptionen, Indexoptionen und Indexfutures zusammen, was häufig zu kräftigen Kursschwankungen führt. Dieser Tag - üblicherweise der dritte Freitag im März, Juni, September und Dezember - wird von Börsianern als Hexensabbat bezeichnet.

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