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Porsche: Übernimmt Katar 29,9 Prozent der Porsche-Anteile?


Autobauer  

Übernimmt Katar 29,9 Prozent der Porsche-Anteile?

23.02.2010, 14:28 Uhr | lgs, dpa , t-online.de

Porsche blickt unsicher in die Zukunft. (Quelle: ddp) Der mit neun Milliarden Euro verschuldete Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche sucht weiter nach neuen Geldquellen: Der Staatsfonds des Emirates Katar soll nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" nun offenbar mehr Anteile an der Porsche Holding SE kaufen als bekannt. Bei einem Treffen der Familien Porsche und Piech soll Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ein Papier über die zukünftige Beteiligungsstruktur des Sportwagenherstellers präsentiert haben: Darin stehe, dass ein "externer Investor" 29,9 Prozent der Porsche-Anteile übernehmen solle - bisher war eine 25-prozentige Beteiligung an der Holding bekannt. Die staatliche Förderbank KfW lehnte einen Milliardenkredit für Porsche ab.

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KfW-Kredit mehr als unsicher

Die "bankenmäßige Prüfung" des Porsche-Antrags habe ergeben, dass die Voraussetzungen für die Vergabe eines Darlehens nicht erfüllt seien, hatte die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag in ihrer Online-Ausgabe aus KfW-Kreisen zitiert. Der Autobauer könne das Gesuch aber nachbessern. Die KfW will nach dpa-Informationen eine verbindliche Festlegung von Porsche, wofür der Kredit verwendet wird. Das Geld dürfe nicht zum Aktienkauf und nicht gegen Volkswagen verwendet werden. Außerdem besteht die KfW auf einem genauen Plan, wie der Gesamtkredit von 12,5 Milliarden Euro, den Porsche bei mehreren Banken beantragt hat, zurückgezahlt werden soll. Laut einem Porsche- Sprecher ist noch nichts entschieden. Porsche hat sich bei der geplanten Übernahme von Europas größtem Autobauer VW verhoben.



Guttenberg skeptisch

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) schätzt, dass sich die Aussichten für Porsche auf Staatshilfe nun verschlechtert haben. "Die Chancen auf eine positive Entscheidung sind durch das negative Votum der KfW objektiv geringer geworden. Selbstverständlich prüfen wir aber jeden Antrag weiterhin verantwortungsvoll", sagte zu Guttenberg in der "Bild am Sonntag."

Treffen ohne Piech und Porsche

Wie der "Focus" weiter berichtete, wurde eine Delegation des Emirates Katar am Samstag in Deutschland erwartet, um sich erstmals mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) über die geplante Beteiligung an der Porsche-Holding (Porsche SE) und das Interesse des Emirates an der VW AG auszutauschen. Vertreter der Familien Piech und Porsche oder der VW AG sollten nicht an dem Treffen teilnehmen. Der neue Vorsitzende der im Südwesten mitregierenden FDP-Fraktion, Hans-Ulrich Rülke, lehnte eine Landesbürgschaft für den Sportwagenbauer ab. In den "Stuttgarter Nachrichten" vom Samstag bedauerte Rülke die KfW-Entscheidung. Er hoffe auf ein anderes Votum des Lenkungsausschusses der Bundesregierung.



Katar soll mit Betriebsrat sprechen

Der Vorsitzende des VW-Gesamtbetriebsrates, Bernd Osterloh, warf dem Porsche-Vorstand im "Focus" "Hedge-Fonds-Methoden» vor. Wiedeking und Finanzvorstand Holger Härter "haben getrickst und hoch gepokert", sagte Osterloh. Er forderte den möglichen Porsche-Investor Katar auf, direkte Gespräche mit dem Betriebsrat zu führen.



Spekulationen über Einstieg von Daimler

Der Porsche-Betriebsratsvorsitzende und Aufsichtsrat Uwe Hück sieht die Identität des Autoherstellers durch einen Einstieg Katars nicht gefährdet. "Ein Hengst wird kein Kamel. Ein Hengst bleibt ein Hengst", sagte Hück der "taz"-Wochenendausgabe mit Blick auf das Wappentier seiner Firma. "Ein Investor macht uns handlungsfähiger. Daimler hat seit Jahren Kuwait drin, jetzt kommt Abu Dhabi dazu. Und Daimler bleibt Daimler. Die hatten eher ein Problem mit Chrysler." Unterdessen wies ein Daimler-Sprecher einen Bericht des "manager magazins", wonach Daimler mit Porsche über einen Einstieg bei dem Sportwagenbauer verhandle, als "reine Spekulation" zurück.


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