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General Motors will Option auf Rückkauf von Opel


Opel-Rückkauf  

Presse: GM will Option auf Opel-Rücknahme

26.06.2009, 10:53 Uhr | sky, dpa-AFX, AFP, t-online.de

"FAZ": GM will Rückkauf-Option auf Opel (Foto: dpa)"FAZ": GM will Rückkauf-Option auf Opel (Foto: dpa) Nach der Trennung von Opel will sich die frühere US-Mutter General Motors (GM) einem Zeitungsbericht zufolge das Anrecht auf einen Rückkauf ihrer ehemaligen deutschen Tochter sichern. Dies habe GM zu einer Bedingung für den Verkauf Opels durch die staatlich kontrollierte Treuhandgesellschaft gemacht, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf gut informierte Kreise. Nach einer erfolgreichen Sanierung durch Magna könnte GM demnach Opel wieder zurückkaufen.

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GM will Opel erst sanieren lassen

Dadurch werde für den vom Bund bevorzugten Opel-Käufer, den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna, die angestrebte Übernahme deutlich unattraktiver. "Magna wird sich deshalb auf eine solche Rückkaufoption keinesfalls einlassen", zitierte die "FAZ" aus den gut informierten Kreisen. Jedoch gingen die Quellen auch davon aus, dass es sich bei der Vertragsklausel um kein unüberwindliches Hindernis für den Abschluss eines Kaufvertrages über Opel handle.

Magna und Sberbank warten

Opel ist seit Kurzem in den Händen einer Treuhandgesellschaft, die auf Weisung der Bundesregierung und von General Motors den Vertrag über den Verkauf von Opel ausarbeitet. Die Treuhand verwaltet 65 Prozent der Opel-Anteile. GM selbst hält noch 35 Prozent. Der Kaufvertrag soll bisherigen Informationen zufolge bis Mitte Juli unterschrieben werden. Demnach werden Magna und die russische Sberbank voraussichtlich 55 Prozent der Opel-Anteile übernehmen, weitere zehn Prozent sollen im Gegenzug für einen Lohnverzicht an die Opel-Mitarbeiter gehen.

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Koch hofft auf Abschluss bis September

Derweil kommen die Übernahmeverhandlungen nach Angaben des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) gut voran. Nach einem Gespräch mit dem Chef des insolventen Opel-Mutterkonzerns General Motors, Fritz Henderson, in Washington wollte sich Koch aber nicht auf einen Abschlusstermin festlegen, sondern dehnte die Zeitspanne nach hinten aus. GM habe den Zeitplan für einen Abschluss mit einem Investor für den Sommer bestätigt, sagte Koch und fügte hinzu: "September ist schon herbstlich". Bislang hatte GM den 15. Juli als möglichen Termin eines Abschlusses genannt.

Magna weiter an der Spitze

Magna sei weiterhin der bevorzugte Bieter, sagte Koch weiter. Eine Einigung sei möglich: "Ich sehe im Augenblick keine wirklichen Stolpersteine." Opel liege beim laufenden Finanzbedarf genau im Rahmen der staatlichen Bürgschaft, sagte der Chef von Opel in Europa, Carl-Peter Forster, nach Kochs Angaben bei dem Treffen. Der CDU-Wirtschaftsexperte und Regierungschef des wichtigsten Opel-Landes Hessen will einen möglichst schnellen Vertragsabschluss. Jeden Monat fielen bei Opel Verluste von etwa 100 Millionen Euro an, die derzeit vom deutschen Steuerzahler getragen würden. Wenn der Abschluss die bei dem Spitzentreffen im Kanzleramt vereinbarten Zusagen beim Erhalt von Arbeitsplätzen einhalte, würden Bürgschaften von weiteren drei Milliarden Euro erteilt.

Die Konkurrenz lässt nicht locker

Neben Magna sind aber noch andere Bieter im Rennen. So wird am Opelstammsitz Rüsselsheim in dieser Woche eine Delegation des chinesischen Herstellers BAIC erwartet und auch die Ripplewood-Tochter RHJ International soll wieder aktiver geworden sein. Nach Kochs Angaben ist Magna aber mit Abstand am hartnäckigsten. Sie bereiteten mit einem Team von 40 bis 50 Spezialisten den Investorenvertrag vor. Mit anderen Interessenten werde nur Kontakt gehalten. "Fiat ist an diesen Gesprächen nicht beteiligt."

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