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Porsche in Katar vor dem Ziel - Daimler lehnt ab


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Porsche in Katar vor dem Ziel - Absage von Daimler

23.02.2010, 14:28 Uhr | sky, dpa-AFX , t-online.de

Porsche rollt auch in Zukunft ohne Daimler (Foto: Hersteller)Porsche rollt auch in Zukunft ohne Daimler (Foto: Hersteller) Die Verhandlungen über den Einstieg von Katar bei Porsche sind kurz vor dem Abschluss. "Die Buchprüfung wurde positiv abgeschlossen", sagte ein Sprecher des Sportwagenbauers in Stuttgart. "Wir sind auf der Zielgeraden der Verhandlungen." Porsche reagierte damit auf Marktgerüchte, nach denen der Einstieg des Investors gescheitert sei. Bislang hatte das Emirat eine Entscheidung bis Ende kommender Woche in Aussicht gestellt. Porsche hat sich bei der geplanten Volkswagen-Übernahme übernommen und ist mit rund neun Milliarden Euro verschuldet. Derweil erteilte Daimler Porsche eine Abfuhr.

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Porsche-Manager besuchen Berlin

Im Ringen um den Milliardenkredit bei der staatlichen KfW wird das Porsche-Management in der nächste Woche zu Gesprächen in Berlin sein, wie der Sprecher weiter mitteilte. Ein erster Antrag des hochverschuldeten Sportwagenbauers über 1,8 Milliarden Euro war gescheitert. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte zuletzt angekündigt, einen nachgebesserten Kreditantrag einzureichen. Das ist aber bislang noch nicht geschehen. Einem Antrag müsste auch der Lenkungsausschuss des "Deutschlandfonds" zustimmen. Dem Gremium unter Federführung des Wirtschaftsministeriums gehören auch Staatssekretäre aus dem Finanz- und dem Justizministerium sowie dem Kanzleramt an.



Daimler gibt Porsche einen Korb

Unterdessen erteilte der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler einer Beteiligung am Sportwagenbauer Porsche eine Abfuhr. "Wenn wir das wollten, würden wir das kundtun", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche der "Welt am Sonntag". In der vergangenen Woche waren Spekulationen aufgekommen, Daimler könnte beim mit neun Milliarden Euro verschuldeten Sportwagenbauer einsteigen. Porsche sei doch ganz offensichtlich technisch und inhaltlich sehr eng in die Aktivitäten des VW-Konzerns integriert, sagte Zetsche dem Blatt. "Es scheint mir nicht sinnvoll, daran zu denken, diese Integration durch eine andere zu ersetzen."

Zetsche verbreitet Optimismus

Für sein eigenes Unternehmen sieht Zetsche eine Stabilisierung. "Im zweiten Quartal spürt Daimler vor allem durch die erfreuliche Entwicklung der neu eingeführten E-Klasse positive Impulse", sagte er der Zeitung. Im ersten Quartal hatte der DAX-Konzern einen Milliardenverlust geschrieben. "Nach derzeitigem Stand werden wir im Gesamtjahr keine negativen Überraschungen mehr erleben, sondern vielleicht die Chance haben, uns positiv zu entwickeln."

Markt-Erholung ab kommendem Jahr

Nach Einschätzung des Daimler-Chefs haben die Märkte die Talsohle erreicht. "In diesem Jahr wird sich die Lage insgesamt noch nicht viel verbessern", sagte Zetsche. Erst 2010 werde eine Erholung in einzelnen Regionen und Segmenten allmählich wieder einsetzen. Für die Pkw-Sparte von Daimler hält Zetsche eine Steigerung des Auto-Absatzes auf 1,5 Millionen Fahrzeuge in den nächsten fünf bis zehn Jahren für realistisch. Im vergangenen Jahr waren weltweit 1,3 Millionen Autos der Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach verkauft worden.



VW-Aktien von Porsche an Katar?

Porsche besitzt knapp 51 Prozent der Anteile an VW und hält mit Hilfe der Banken Aktienoptionen über weitere rund 24 Prozent. Das Land Niedersachsen hält knapp mehr als 20 Prozent an VW und hat durch das umstrittene VW-Gesetz ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen. Neben einem Einstieg des Golf-Emirates bei den Stuttgartern könnte Katar dem Porsche-Konzern aber auch Optionen auf VW-Aktien abkaufen und damit zum dritten Großaktionär von VW werden.

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