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Opel bunkert Staatsmillionen


Autobauer  

Opel bunkert Staatsmillionen

29.06.2009, 12:59 Uhr | cs, dpa-AFX, t-online.de

Opel hat einen größeren finanziellen Spielraum als gedacht (Foto: ddp)Opel hat einen größeren finanziellen Spielraum als gedacht (Foto: ddp) Der Autobauer Opel hat offenbar einen weit größeren finanziellen Spielraum als bisher gedacht. Das Unternehmen wolle den zugesagten staatlichen Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro nicht vollständig ausschöpfen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Opel-Finanzchef Marco Molinari habe den Opel-Aufsichtsrat auf einer Sitzung am Freitag eine interne Finanzplanung vorgelegt, nach der nur rund 1,2 Milliarden Euro der staatlichen Finanzhilfe in Anspruch genommen werden sollten.

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300 Millionen Euro als Sicherheitspolster

Dem Bericht zufolge sollen rund 300 Millionen Euro als Sicherheitspolster dienen, falls sich die wirtschaftliche Situation in den kommenden Monaten verschlechtern sollte. Wie der Vorsitzende des Beirats der Opel-Treuhandgesellschaft, Fred Irwin, am Montag bei einem Pressegespräch in Frankfurt verriet, hat Opel dank der Brückenfinanzierung des Bundes und der Länder einen positiven Cashflow. "Es ist ein neunstelliger Cash vorhanden." Alle Lieferanten seien bezahlt.

Opel verbrennt täglich Millionen

Damit ist der Zeitdruck auf der Suche nach einem neuen Investor für Opel geringer als gedacht. Und das, obwohl Opel jeden Tag einen Millionenbetrag verliert. So sieht der Opel-Treuhandbeirat beim geplanten Verkauf keinen Grund zur Eile. Zwar strebe auch die Treuhand, die zur Zeit 65 Prozent der Opel-Anteile hält, "so schnell wie möglich" einen Vertragsabschluss an, sagte der Gremiumsvorsitzende Fred Irwin. "Aber Opel ist nicht in einer Notsituation, die rund 50.000 Mitarbeiter in Europa werden nicht arbeitslos."

Koch erklärt Bieterverfahren für beendet

Unterdessen hat Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) das Bieterverfahren um Opel für beendet erklärt. Aus dem Verfahren, das in einer Spitzenrunde im Kanzleramt in der Nacht zum 30. Mai abgeschlossen worden sei, sei der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna als Sieger hervorgegangen, sagte Koch der "Financial Times Deutschland". "Nur wenn die Gespräche mit Magna, die gut laufen, wider Erwarten scheitern würden, könnten andere Bieter zum Zug kommen. Ein anderer Umgang mit dem abgeschlossenen Bieterverfahren wäre unseriös." Dagegen hatte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zuvor erklärt, es sei zu begrüßen, dass weitere Interessenten neben Magna im Gespräche blieben.

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