Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Inflationsrate im Juni erstmals im negativen Bereich


Eurozone  

Inflationsrate im Juni erstmals im negativen Bereich

30.06.2009, 15:36 Uhr | bab, AFP, dpa, dpa-AFX, t-online.de

Eurozone: Inflationsrate im Juni erstmals im negativen Bereich (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)Die Preise in der Eurozone purzeln (Quelle: t-online.de) Erstmals seit Einführung des Euro 1999 ist Inflation im Währungsgebiet unter Null gefallen. Im Juni sanken die Preise im Jahresvergleich um 0,1 Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat  in einer ersten Schätzung mitteilte. Über die Gründe wird Eurostat erst im Juli berichten. Experten hatten sogar mit einer Rate von minus 0,2 Prozent gerechnet.

Leicht erklärt - Das bedeutet eine Inflation für Verbraucher
Alles günstiger - Diese Preise purzeln durch die Krise

EZB sieht Preisstabilität gefährdet

Schon im Mai lag die Teuerung mit 0,0 Prozent auf einem Tiefstand und damit weiterhin deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank sieht Preisstabilität bei einer Jahresrate von knapp unter plus zwei Prozent als gewährleistet an. In Deutschland lag die Preissteigerung im Juni nach einer ersten Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden bei 0,1 Prozent. Im direkten Vergleich von Mai auf Juni ergab sich eine Steigerung der Preise von 0,4 Prozent. Vor allem die gesunkenen Ölpreise sorgten auf Jahressicht für Entspannung an der Preisfront.



Auf und Ab durch Finanzkrise

Noch im vergangenen Sommer waren die Preise so stark gestiegen wie kaum jemals zuvor. In der Eurozone hatte die Inflationsrate im vergangenen Juni und Juli bei vier Prozent gelegen. In Deutschland waren die Preise um zeitweise mehr als drei Prozent gestiegen. Schuld an dem Auf und Ab der Preisentwicklung ist die Wirtschafts- und Finanzkrise. Vor Beginn der Krise waren die Rohstoffpreise durch Wirtschaftsboom und Börsenspekulanten auf ein Rekordhoch gestiegen. Nach dem rasanten Abschwung der Weltwirtschaft fielen dann auch die Preise.

OECD gibt ebenfalls Daten bekannt

Parallel zur Eurostat gab auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Berechnung der Inflationsrate für die Mitgliedsstaaten bekannt, allerdings für den zurück liegenden Monat Mai. In den Mitgliedsländern der OECD hat sich der Preisauftrieb demnach erneut kräftig abgeschwächt und ist von 0,6 Prozent auf 0,1 Prozent gefallen. In den sieben größten Industrieländern der Welt (G7) liegt die durchschnittliche Rate mit minus 0,1 Prozent inzwischen im negativen Bereich. Für die Eurozone und Deutschland stimmen die berechneten Inflationsraten mit denen von Eurostat überein.

Mehr Themen:
Verbraucherpreise - Inflation im Juni bei 0,1 Prozent
Inflation oder Deflation? - Den Anlegern blüht beides
Konjunkturprogramm - Steinbrück wird Staatsgelder nicht los
Quiz - Was kosteten verschiedene Produkte im Jahr 1980?

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal