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Maschinenbau: VDMA verzeichnet massiven Auftragseinbruch


Wirtschaftskrise  

Auftragseinbruch im Maschinenbau

01.07.2009, 18:30 Uhr | cs, dpa, dapd, t-online.de

Die deutschen Maschinenbauer kämpfen weiter mit einer Auftragsflaute (Foto: imago)Die deutschen Maschinenbauer kämpfen weiter mit einer Auftragsflaute (Foto: imago) Die Wirtschaftskrise hat die deutschen Maschinenbauer weiter fest im Griff. So brach der Auftragseingang der deutschen Vorzeigebranche im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent ein. Das Inlandsgeschäft sank um 42 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau, so der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Nun stehen zehntausenden Jobs auf der Kippe.

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Absturz im Maschinenbau nimmt kein Ende

Die für Mai erhoffte Entspannung trat zur Enttäuschung der Maschinenbauer nicht ein. "Die positive Kunde weltweit wieder anziehender Geschäftserwartungen findet im Auftragseingang des Maschinenbaus noch keinen Widerhall", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Zwar fiel der Rückgang geringer aus als im April, als die Nachfrage um 58 Prozent eingebrochen war. "Doch das beruht allein auf dem Basiseffekt des im Mai 2008 bereits niedrigeren Vergleichsniveaus. Im Verlauf zeigt sich leider bislang keine Entspannung", erklärte Wiechers.

Produktion schrumpft um ein Fünftel

"Erholung ist nicht unser Thema", so VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse. Es würden zwar Projekte verhandelt, und die Frühindikatoren hellten sich auf, doch schlage sich das noch nicht im Auftragseingang nieder. Die Produktion im laufenden Jahr sieht er aber um bis zu einem Fünftel schrumpfen.

Banken vergeben zu zögerlich Kredite

Den Grund dafür sieht Hesse vor allem in der zögerlichen Kreditvergabe durch die Banken: "Der Maschinenbau hängt am Boden wie ein Flugzeug ohne Sprit." Die Institute verlangten von den Firmen ständig neue Sicherheiten für Darlehen. Die Unternehmen hechelten den Anforderungen hinterher. Dabei steht nach Ansicht Hesses grundsätzlich genug Geld zur Verfügung. Deshalb müsse die Politik "die Banken zwingen, das Geld rauszugeben".

Zehntausende Jobs in Gefahr

Hesse mahnte, es müsse rasch etwas geschehen. Durch Kurzarbeit alleine werde die maue Auftragslage nicht mehr aufzufangen sein. "Irgendwann geht den Unternehmen das Geld aus." Nach letztem Stand sind 158.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Von Entlassungen haben die zumeist familiengeführten Maschinenbauer dagegen bislang weitgehend abgesehen. Das wird sich laut Hesse aber bald ändern. Er schätzt, dass zwischen 50.000 und 60.000 Arbeitsplätze im laufenden Jahr verloren gehen. "Wenn wir von den Auswirkungen der Krise reden, haben wir das Schlimmste wohl noch nicht gesehen."

Talsohle noch nicht erreicht

Die stark exportorientierte Branche macht drei Viertel ihres Geschäfts im Ausland und leidet deshalb stark unter der globalen Wirtschaftskrise. Dazu zieht die globale Krise der Autobranche die Maschinenbauer besonders in Mitleidenschaft, da sie diese in hohem Maße beliefern. Die Talsohle sei noch nicht erreicht, teilte der Verband mit. Im Frühjahr hatte er noch die Hoffnung geweckt, die Lage könne sich ab Mai bessern. Doch die erhoffte Entspannung blieb aus.

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