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Magna blitzt mit nachgebessertem Angebot ab


Opel-Poker  

Magna blitzt mit nachgebessertem Angebot ab

29.07.2009, 13:04 Uhr | bv, AFP, t-online.de

Verwittertes Logo eines alten Opel Rekord - die Übernahmeverhandlungen ziehen sich hin (Quelle: AP/dpa)Verwittertes Logo eines alten Opel Rekord - die Übernahmeverhand- lungen ziehen sich hin (Quelle: AP/dpa) Der US-Autobauer General Motors (GM) hat ein nachgebessertes Übernahmeangebot vom Autozulieferer Magna für seine Tochter Opel abgelehnt. Das neue Angebot habe Forderungen enthalten, "die einfach nicht umgesetzt" werden können, schrieb GM-Chefunterhändler John Smith in einem Unternehmensblog. Diese Forderungen hätten sich auf Patentrechte und das Russland-Geschäft bezogen.

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Neues Angebot nicht verhandelbar

Das neue Angebot von Magna weiche mit seinem Inhalt von den Verhandlungen in den vergangenen Wochen ab. Den neuen Forderungen könne GM nicht nachkommen, etwa weil bei den Fragen um Patente auch die Rechte von GM-Kooperationspartnern betroffen seien. Das neue Angebot könne in dieser Form daher nicht verhandelt werden.

Smith lobt RHJ-Angebot

Das Angebot des Finanzinvestors RHJ hingegen betrachte GM als "vollständig", erklärte Smith. Es habe eine "viel einfachere Struktur und wäre viel einfacher auszuführen". Das Konzept sehe niedrigere Forderungen nach staatlicher Hilfe für den Umbau von Opel vor und passe besser mit der globalen Ausrichtung von GM zusammen. Deswegen sei das Angebot von RHJ eine "vernünftige und tragfähige Option", erklärte Smith.

Magna trotzdem noch im Rennen

Trotz des als einfacher eingeschätzten Angebots von RHJ habe GM momentan "keine spezifische Präferenz" für einen Bieter, erklärte Smith. Mit Magna werde weiter "ernsthaft" verhandelt, um zu einem Angebot zu kommen, das auch umgesetzt werden kann. GM sei sich bewusst, dass Magna von Seiten der Gewerkschaften und mehrerer Politiker bevorzugt werde. Es werde daran gearbeitet so zügig wie möglich zu einer Lösung für Opel zu kommen. GM gehe weiterhin davon aus, dass die Verhandlungen Ende September abgeschlossen werden können, erklärte Smith.

22.000 Jobs in Gefahr?

Der Opel-Betriebsrat rechnet derweil laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung im Falle einer Übernahme mit einem deutlich stärkeren Stellenabbau als bisher angenommen. Laut Arbeitnehmerseite seien längerfristig bis zu 22.000 Arbeitsplätze gefährdet, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Brief des deutschen Betriebsrats an die europäischen Kollegen. Danach werde bei einem Einstieg der belgischen Industrieholding RHJ die Mitarbeiterzahl bei Opel/Vauxhall europaweit "voraussichtlich auf 32.000 sinken, was einer Reduzierung um 22.000 Mitarbeiter entspricht". Damit eingerechnet sei auch der Jobabbau beim schwedischen Autohersteller Saab.

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