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Iran: Gipshersteller Knauf droht Demonstranten mit Kündigung


Druck auf Mitarbeiter  

Knauf droht iranischen Demonstranten mit Kündigung

03.08.2009, 11:51 Uhr | bv, AFP, t-online.de

Regierungskritische Proteste in Iran - Kündigungsgrund für Knauf-Mitarbeiter (Quelle: dpa)Regierungskritische Proteste in Iran - Kündigungsgrund für Knauf-Mitarbeiter (Quelle: dpa) Der im Iran tätige deutsche Konzern Knauf Gips KG hat einem Zeitungsbericht zufolge den dortigen Angestellten mit Kündigung gedroht, falls sie sich an regierungskritischen Protesten beteiligen. Das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, die iranische Regierung habe den bayerischen Baustoffkonzern zu dem Schritt gedrängt, nachdem vor zwei Wochen ein ranghoher deutsch-iranischer Knauf-Mitarbeiter bei Demonstrationen festgenommen wurde. Demnach wurde ein solches Vorgehen zur Bedingung für die Freilassung des Mannes gemacht.

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Vertrauliches Schreiben

Das "WSJ" zitierte aus einem Schreiben an die mehreren hundert Knauf-Mitarbeiter im Iran, das am 21. Juli vertraulich verbreitet worden sei. Demnach heißt es darin, wer von den Knauf-Mitarbeitern im Iran künftig bei Protesten gegen die Regierung gesehen werde, werde umgehend entlassen. Alle Angestellten sollten daran denken, dass sie bei ihrer politischen Betätigung nicht nur ihre privaten Ansichten zeigten. Ihr Handeln könne auch negativ auf die Knauf-Niederlassungen im Iran zurückfallen.

Knauf hält sich bedeckt

Laut "WSJ" wurde der festgenommene Mitarbeiter freigelassen, nachdem Knauf sich zu dem Schreiben bereit erklärt hatte. Auf Anfrage wollte sich der Knauf-Bereichsleiter für den Nahen Osten nicht zu dem Zeitungsbericht äußern. Isabel Knauf, ein Mitglied der Gründerfamilie des Konzerns, die den Brief an die Mitarbeiter im Iran unterschrieben hatte, wollte ihrerseits gegenüber dem "WSJ" nicht genauer Stellung nehmen. Sie sagte der Zeitung nur, die Lage sei "sehr kompliziert".

Bundesregierung heißt Aktion nicht gut

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, dem Ministerium lägen dazu keine eigenen Erkenntnisse vor. Würde die Darstellung allerdings zutreffen, so würde das Außenamt dies nicht gutheißen. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner des Iran. Berlin hat das gewaltsame Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte bei den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad scharf kritisiert.

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