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Opel-Rettung erneut in der Schwebe


Bieterkampf  

Opel-Rettung erneut in der Schwebe

10.08.2009, 10:41 Uhr | bv, dpa, t-online.de

Rennen um Opel - Interessent Magna schreibt rote Zahlen (Foto: dpa)Rennen um Opel - Interessent Magna schreibt rote Zahlen (Foto: dpa) Der angeschlagene Autobauer Opel muss erneut um seine Rettung zittern. Der Autozulieferer Magna hat im zweiten Quartal einen weiteren Verlust eingefahren. Auch die Umsätze brachen wegen der Absatzkrise auf den weltweiten Automärkten dramatisch ein. Dennoch sieht sich der Konzern weiter für eine Übernahme des Autobauers Opel zusammen mit russischen Partnern gerüstet. Gegenwind kommt deswegen offenbar von der US-Regierung: Sie befürchtet, dass die Russen Zugriff auf GM-Patente bekommen, die sich nicht auf Autos, sondern auf Rüstungsgüter beziehen, die zu einem kleineren Teil zum Geschäft von General Motors gehören.

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Gespräch über Patente

Magna stehe trotz der zurzeit schwierigen Situation solide da und verfüge über Cash-Reserven in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro), sagte derweil Magna-Chef Siegfried Wolf laut einer Mitteilung nach Bekanntgabe der Quartalszahlen. Am Abend wollten sich in Detroit GM-Chef Fritz Henderson und Wolf zu einem Gespräch treffen, um knifflige Fragen in dem Poker um Opel zu klären. Hauptstreitpunkt bei den Verhandlungen sind offenbar weiter die Patentrechte.

Umsatz fast halbiert

Wie in den ersten drei Monaten fiel bei Magna im zweiten Quartal unter dem Strich ein Verlust von 205 Millionen Dollar an. Im Vorjahreszeitraum erzielte Magna ein Plus von 227 Millionen Dollar. Die Umsätze des Autozulieferers brachen von April bis Juni um fast die Hälfte auf 3,7 Milliarden Dollar ein. Im ersten Quartal hatte Magna ebenfalls rote Zahlen geschrieben (minus 200 Millionen Dollar).

Rennen um Opel weiter offen

An einer Übernahme des Autobauers Opel zeigt weiterhin auch der belgische Finanzinvestor RHJ Interesse. Die deutschen Bundesländer mit Opel-Standorten favorisieren Magna. General Motors hat sich trotz des starken politischen Drucks aus Deutschland nach eigenen Angaben noch nicht entschieden. Eine mit den Verhandlungen vertraute Person aus Wien hatte sich am Donnerstag bezüglich der Verhandlungen aus Magna-Sicht aber optimistisch gezeigt: "Wir sind zuversichtlich, dass die offenen Punkte noch geklärt werden können." Die "Wirtschaftswoche" berichtete dagegen, die US-Regierung blockiere den Einstieg von Magna, weil dadurch die russischen Partner Zugriff auf GM-Patente bekämen.

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