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Lidl: Bußgeld wegen unzulässigen Krankendaten


Discounter  

Bußgeld für Lidl wegen illegaler Spionage

19.08.2009, 17:58 Uhr | cs, dpa, t-online.de

Lidl spionierte Mitarbeiter aus - nun muss der Discounter dafür zahlen (Foto: ddp)Lidl spionierte Mitarbeiter aus - nun muss der Discounter dafür zahlen (Foto: ddp) Lidl geht es wegen illegaler Praktiken an den Kragen: Aufgrund der unzulässigen Aufzeichnung von Krankheitsdaten von Beschäftigten hat die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte Bettina Sokol ein Bußgeld von 36.000 Euro gegen den Discounter verhängt. "Das Ausforschen und systematische Erfassen von Krankendaten hat mit Fürsorgepflichten des Arbeitgebers nichts mehr zu tun", erklärte Roland Schlapka, Ständiger Vertreter von Sokol.

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Krankendaten von Lidl-Mitarbeitern aufgetaucht

Ausgelöst wurde das Verfahren durch einen Bericht des Magazins "Der Spiegel". Eine Bochumerin hatte zufällig in einem Mülleimer einer Autowaschstraße Papiere und Formulare mit Daten über Lidl-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter gefunden und dem Magazin zugeleitet. Dadurch wurde der Fall publik, und die Datenschützer begannen zu ermitteln.



Lidl dokumentierte Krankheiten seiner Mitarbeiter

Im Zuge der Überprüfungen sei festgestellt worden, dass zumindest in vier Lidl-Filialen in Nordrhein-Westfalen Formulare im Einsatz gewesen seien, mit denen teilweise ohne Wissen der Beschäftigten Daten über ihre Erkrankungen festgehalten worden seien. Dabei sei mehrfach grob gegen Datenschutzrecht verstoßen worden, so die Datenschützer in einer Pressemitteilung.



Lidl kein Einzelfall

"Leider scheint Lidl hier kein Einzelfall zu sein", so Schlapka. Solche Datenerhebungen und -speicherungen ohne Wissen und hinter dem Rücken der Betroffenen verstießen nicht nur gegen Gesetze, sondern schadeten den Unternehmen wegen des Vertrauensverlusts in der Regel mehr als sie ihnen nutzen. "Wir werden jedenfalls weiter mit allem Nachdruck gegen solche Praktiken vorgehen", kündigte der Behördenvertreter an.

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