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Wirtschaftskrise: Viele Betriebe sehen Existenz gefährdet


Wirtschaftskrise  

Sieben Prozent der Betriebe sehen Existenz gefährdet

04.09.2009, 10:40 Uhr | AP, t-online.de, dapd

Wirtschaftskrise: Betriebe fürchten um ihre Existenz (Foto; dpa)Wirtschaftskrise: Betriebe fürchten um ihre Existenz (Foto; dpa) Existenzangst in der Wirtschaft: Sieben Prozent der deutschen Betriebe mit 1,7 Millionen Beschäftigten bangen angesichts der Krise um ihren Bestand. Insgesamt 39 Prozent aller Betriebe habe nach eigenen Angaben im zweiten Quartal unter der Wirtschaftskrise gelitten, wie eine Befragung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. In den betroffenen Unternehmen arbeiten demnach rund zwölf Millionen Menschen.




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Metallbranche leidet besonders stark

Besonders stark leidet der Bereich Metall, wo sich 20 Prozent der Betriebe in ihrer Existenz bedroht und insgesamt knapp 70 Prozent von der Krise betroffen fühlen. Auch der Maschinenbau ist unter Druck: Hier sehen sich 16 Prozent als bedroht und 62 Prozent als betroffen. Im Bereich Chemie/Kunststoff/Glas/Baustoffe waren es zehn beziehungsweise 61 Prozent, im Holz/Papier/Druck und Verlagsgewerbe waren es elf und 58 Prozent.

Finanzbranche von Krise weniger betroffen

Der Finanzsektor, obwohl Ursprung der Krise, gehöre zu den am wenigsten betroffenen Bereichen, erklärten die Arbeitsmarktforscher. Hier gaben nur 30 Prozent der Betriebe an, von der Krise berührt zu sein, im Kreditgewerbe waren es sogar nur 22 Prozent. "Die staatlichen Stützungsmaßnahmen waren hier offenbar so wirksam, dass sich die Betriebe und ihre Beschäftigten deutlich besser als in anderen Bereichen geschützt fühlen - oder dies zumindest so kommunizieren", heißt es in der Studie.

Nur 16 Prozent erwarten bei sich sinkende Beschäftigung

Viele Betriebe, die sich von der Krise betroffen fühlen, reagieren mit Maßnahmen beim Personal. In der Gesamtheit aller Betriebe erwarteten bei der Befragung aber nur 16 Prozent, dass die Zahl ihrer Beschäftigten bis Mitte 2010 sinken wird. Mit 13 Prozent gehen beinahe ebenso viele von steigender Beschäftigung aus, 71 Prozent prognostizieren keinerlei Veränderung. "Die Aussagen der Betriebe aus dem zweiten Quartal deuten nicht darauf hin, dass sie selbst damals mit einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit rechneten", sagte Studienautorin Anja Kettner. Die Erwartungen seien überraschenderweise verhalten positiv. "Einige Horrorszenarien, die gemalt wurden, werden so nicht zutreffen", erwartet die Wirtschaftsforscherin.

Betriebe versuchen Beschäftigte zu halten

Selbst bei den Betrieben, die sich von der Krise betroffen fühlen, hatten der Befragung zufolge nur elf Prozent Beschäftigte entlassen oder entsprechendes vor. Unter denen, die sich existenziell gefährdet fühlten, waren es 24 Prozent. Ein in Anbetracht der Auftragssituation geringer Anteil, wie die Autoren der Studie befanden. Meist versuchten die Betriebe ihre Beschäftigten zu halten.

Kurzarbeit und Kürzungen

Allerdings galt bei 83 Prozent der von der Krise betroffenen Betriebe ein Einstellungsstopp, wie die Umfrage ergab. Kurzarbeit setzten im zweiten Quartal rund 17 Prozent der Betroffenen ein. Rund 20 Prozent kürzten Arbeitszeit oder Lohn auf andere Weise oder planten dies. Die Umfrage zeige, "dass ein Teil der Betriebe auf Zugeständnisse der Arbeitnehmer zählt und zählen kann, um die Arbeitsplätze zu sichern", erklärten die Arbeitsmarktforscher. Für die Erhebung hat das IAB im zweiten Quartal 8000 Betriebe befragt. Die Ergebnisse wurden auf die Gesamtwirtschaft hoch gerechnet.

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