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Opel-Rettung: Magna will in Deutschland 4000 Stellen streichen


Opel-Rettung  

Magna will in Deutschland gut 4000 Stellen streichen

15.09.2009, 13:18 Uhr | dpa, AFP, dpa, t-online.de

Bei Opel in Deutschland sind 4000 Jobs akut gefährdet (Foto: AP)Bei Opel in Deutschland sind 4000 Jobs akut gefährdet (Foto: AP) Die designierte neue Opel-Mutter Magna wird in Deutschland bis zu 4500 Stellen streichen. "Wir haben immer von 10.500 Stellen in Europa gesprochen, davon sind stark 4000 Stellen in Deutschland betroffen", sagte Magna-Chef Siegfried Wolf. Diese Zahlen seien seit Ende Mai bekannt. Im Zuge der Übernahme solle nur ein Werk geschlossen werden, nämlich der Standort im belgischen Antwerpen.

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EU muss Vertrag noch zustimmen

Wolf rechnet in den kommenden ein bis zwei Wochen mit der Unterzeichnung des Vertrags. Der endgültige Abschluss des Geschäfts, der unter anderem noch die Zustimmung von EU-Gremien bedarf, könne bis Mitte oder Ende November erfolgen.



Streit um Geldabfluss nach Russland

Der Magna-Chef warf dem Ländervertreter in der Opel-Treuhand Falschaussagen vor. Er wies Angaben des Treuhänders Dirk Pfeil zurück, wonach rund 600 Millionen Euro der deutschen Opel-Hilfen nach Russland fließen sollten: "Das ist unrichtig. Die 600 Millionen Euro Investitionsumfang werden vor allem aus dem operativen Cash-Flow aus Russland bezahlt."

"Magna lügt nicht"

Allerdings müsse NewOpel eine Unterstützung von 170 Millionen Euro nach Russland überweisen. Dies habe aber schon längst festgestanden. Wolf wehrte sich vehement gegen Medienberichte, die dem Zulieferer im Verhandlungspoker Lügen vorwarfen. "Magna lügt nicht, das möchte ich in aller Deutlichkeit sagen."

Deutschland unter Protektionismus-Verdacht

Bei der Rettung des Autobauers Opel gerät Deutschland derweil unter Protektionismus-Verdacht: Vor einem Treffen mit europäischen Opel-Standortländern am (morgigen) Dienstag in Berlin warnten die EU-Kommission, Belgien und Großbritannien die Bundesregierung am Montag davor, die Staatshilfen für den Opel-Käufer Magna einseitig an den Erhalt deutscher Arbeitsplätze zu knüpfen.

Belgien fürchtet um eigene Jobs

Belgien befürchtet die Schließung des Opel-Werks in Antwerpen mit 2600 Mitarbeitern. "Nach wirtschaftlichen Kriterien betrachtet ist Antwerpen besser als eine Reihe von Standorten in Deutschland", betonte der Ministerpräsident der nordbelgischen Provinz Flandern, Kris Peeters. Die belgische Regierung warf Berlin vor, sie nicht zu dem europäischen Opel-Treffen eingeladen zu haben. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums wies dies zurück.

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