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Opel in Bochum verliert wohl am meisten Jobs


Opel-Übernahme  

Opel in Bochum verliert wohl am meisten Jobs

21.09.2009, 10:22 Uhr | AFP, AFP, t-online.de

Opel - Viele Jobs auf der Streichliste (Foto: dpa)Opel - Viele Jobs auf der Streichliste (Foto: dpa) Der kanadisch-österreichische Automobilzulieferer Magna will einem Bericht zufolge allein am Opel-Stammsitz Rüsselsheim und im Werk Bochum mehr als 3800 Arbeitsplätze abbauen. Die "Welt am Sonntag" (WamS) berichtet außerdem, das Werk Eisenach solle dagegen von Streichungen verschont bleiben. Im spanischen Saragossa protestierten am Wochenende tausende Menschen gegen die geplante Opel-Übernahme.

Bochum am stärksten betroffen

Wie die "WamS" unter Berufung auf ranghohe Verhandlungskreise weiter schrieb, ist Bochum unter den deutschen Opel-Werken am stärksten vom geplanten Stellenabbau betroffen. Dort sollen angeblich 2045 Arbeitsplätze wegfallen. In Rüsselsheim ist demnach der Abbau von 1817 Arbeitsplätzen vorgesehen - 1100 davon seien Jobs in der Verwaltung, die übrigen in der Produktion.

Eisenach bleibt verschont

Weitere 283 Beschäftigte würden nach dem Bericht im Werk Kaiserslautern ihre Arbeit verlieren. Das Werk Eisenach bleibe von Streichungen verschont, da Produktionskapazitäten aus dem spanischen Saragossa nach Thüringen verlagert werden sollten. Europaweit sollen rund 10.500 Stellen wegfallen.

Proteste in Saragossa

An den Protesten in Saragossa nahmen am Samstag mehr als 15.000 Menschen teil. An der Spitze des Demonstrationszuges marschierten Arbeiter aus dem Opel-Werk Figueruelas bei Saragossa, in dem 7000 Menschen arbeiten. Auch der Bürgermeister von Saragossa war bei dem Protest mit dabei. Zu der Demonstration hatte der spanische Opel-Betriebsrat aufgerufen.

Russen hoffen auf Technologietransfer

Der russische Magna-Partner, die staatliche Sberbank, setzt bei der geplanten Opel-Übernahme vor allem auf Technologietransfer. Ohne diesen wäre die Übernahmevereinbarung "reine Zeitverschwendung", sagte Sberbank-Chef German Gref.

Putin: Geld allein hilft nicht

Ähnlich äußerte sich der russische Ministerpräsident Wladimir Putin. In einer Rede bezeichnete er das russische Engagement bei Opel als "ermutigendes Beispiel". Russland brauche vor allem "das Wissen und die Erfahrung der Hauptakteure" der Weltwirtschaft. Geld allein, auch wenn Geld "natürlich wichtig" sei, reiche nicht. Magna und Sberbank wollen von der bisherigen US-Konzernmutter General Motors (GM) 55 Prozent an Opel erwerben.

Zetsche hat keine Bedenken

Daimler-Chef Dieter Zetsche äußerte sich derweil zuversichtlich, dass Magna künftig seine Aktivitäten als Autozulieferer einerseits und sein Engagement beim Hersteller Opel zu trennen wisse. Er vertraue auf die Zusagen von Magna, "dass dieses zwei Tätigkeiten sind", sagte Zetsche. Spitzenmanager anderer Autobauer hatten zu diesem Punkt in den vergangenen Tagen Bedenken angemeldet.

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