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HSH Nordbank zahlt ohne Verpflichtung Millionen an Goldman Sachs


Landesbanken  

HSH Nordbank "verschenkte" Millionen an Goldman

21.09.2009, 09:09 Uhr | dpa, AFP, AFP, dpa, t-online.de

HSH Nordbank - Umstrittene Zahlung an Goldman Sachs (Foto: imago)HSH Nordbank - Umstrittene Zahlung an Goldman Sachs (Foto: imago) Die angeschlagene HSH Nordbank hat 45 Millionen Dollar (mehr als 30 Millionen Euro) an die US-Investmentbank Goldman Sachs bezahlt - obwohl strittig war, ob das Institut die Summe überweisen musste. Eine Banksprecherin bestätigte diese Information aus einem Bericht des Radiosenders NDR Info. Laut NDR hätten sowohl die Rechtsabteilung der Landesbank als auch eine internationale Anwaltskanzlei festgestellt, dass Ansprüche von Goldman Sachs an die Bank verfallen waren.

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HSH fürchtete "Reputationsrisiko"

Goldman Sachs habe eine wichtige Frist verfallen lassen. Die Sprecherin sagte dazu: "Gegebenenfalls hätte man das juristisch ausfechten müssen. Die Bank hat entschieden, es nicht darauf ankommen zu lassen." In Bankenkreisen wurde die Zahlung als "Geschenk" bezeichnet, berichtete der Radiosender. Als Grund für die Zahlung im November 2008 nannte die Sprecherin, dass es sonst bis zur Klärung des Sachverhalts geheißen hätte, die Bank komme ihren Verpflichtungen nicht nach. "Es hätte ein Reputationsrisiko gegeben." Dieses wiederum hätte "erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Liquidität" haben können.

Goldman Sachs verschlief Frist

Goldman Sachs hatte sich den Angaben zufolge bei der HSH gegen Kreditausfälle von Lehman Brothers versichert. Nach der Lehman-Pleite im September 2008 hätte die HSH also eigentlich zahlen müssen. Doch Goldman Sachs habe die Frist um mehr als drei Wochen verpasst. Dass die HSH Mitte November 2008 die 45 Millionen Dollar dann doch zahlte, bezeichneten Topmanager laut NDR Info als "außergewöhnlich" und "unüblich".

HSH Nordbank selbst in Schieflage

Die HSH Nordbank war im Sog der Finanzkrise wie andere Landesbanken auch ins Straucheln geraten und musste mit milliardenschwerer Staatshilfe gerettet werden. Zuletzt machte das Geldhaus mit Sitz in Hamburg und Kiel negative Schlagzeilen wegen einer Sonderzahlung für Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher in Millionenhöhe, die zum Bruch der großen Koalition in Schleswig-Holstein beitrug.

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