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IWF: Weltwirtschaft wächst stärker als erwartet


Konjunkturprognose  

IWF: Weltwirtschaft erholt sich schneller als gedacht

30.09.2009, 15:54 Uhr | dpa, AP, dpa, dapd, t-online.de

IWF prophezeit globalen Konjunkturschub (Foto: dpa)IWF prophezeit globalen Konjunkturschub (Foto: dpa) Die Weltwirtschaft erholt sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds IWF schneller als erwartet. Der IWF rechne im kommenden Jahr mit einer Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 3,1 Prozent, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Kreise des Währungsfonds und der Bundesregierung. Die Zeitung bezog sich auf den Entwurf einer neuen Prognose, die der IWF am Donnerstag in Istanbul vorlegen wolle. Bisher hatte der Fonds für 2010 ein Wachstum von 2,5 Prozent prognostiziert. Zudem kommt die Finanzbranche offensichtlich glimpflicher davon als gedacht.

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Auch Deutschland profitiert

Von den positiven Entwicklungen auf den globalen Märkten profitiere auch Deutschland, schreibt das "Handelsblatt". Der Währungsfonds erwarte einen leichten Aufschwung von 0,3 Prozent im nächsten Jahr. Nach der bisherigen Prognose sollte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch um 0,4 Prozent schrumpfen. "Die Daten zeigen im Wochenrhythmus nach oben", hieß es zur Begründung in den Kreisen. Für 2009 erwarten die IWF-Experten, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland nunmehr um 5,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt. Die Weltwirtschaft schrumpft nach der überarbeiteten Prognose des Weltwirtschaftsberichts in diesem Jahr dagegen nur um 1,1 Prozent, erfuhr das "Handelsblatt" aus den Kreisen.



Neue Strategien gesucht

IWF und Weltbank treffen sich in der kommenden Woche in Istanbul zu ihrer traditionellen Herbsttagung. Im Mittelpunkt stehen dabei Herausforderungen und Strategien für die Zeit nach der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit Jahrzehnten.

Finanzkrisen-Schäden geringer als befürchtet

Die einsetzende Erholung der Weltwirtschaft hat übrigens die von der Finanzkrise verursachten Gesamtschäden für Geld- und Anlageinstitute um 600 Milliarden Dollar reduziert. Der IWF korrigierte seine Prognose über die weltweiten Einbußen durch Ramsch-Papiere und faule Kredite auf rund 3,4 Billionen Dollar (2,3 Bio. Euro) nach unten. Grund seien vor allem inzwischen gestiegene Preise für problematische Vermögenswerte, heißt es in einer am Mittwoch in Istanbul veröffentlichten IWF-Studie zur Stabilität der internationalen Finanzmärkte. "Es wächst das Vertrauen, dass die Weltwirtschaft die Wende zum Besseren geschafft hat." Entwarnung für die Branche will der IWF allerdings noch nicht geben.



Verlustschätzungen zunächst nach oben geschraubt

Der IWF hatte im Verlauf der Krise seine Schätzungen über die erwarteten Verluste von Banken und anderen Finanzinstituten immer weiter nach oben geschraubt. Zuerst war der Fonds von 1,4 Billionen Dollar an Einbußen ausgegangen. Wenig später sprach er angesichts des immer größeren Ausmaßes der Krise von rund vier Billionen Dollar.

Europas Banken verlieren rund 814 Milliarden Euro

Allein für die Banken der Eurozone rechnet der Weltwährungsfonds zwischen 2007 und 2010 nun mit Abschreibungen und Verlusten bei Krediten sowie Giftpapieren in Höhe von 814 Milliarden Dollar. US-Banken liegen demnach mit rund einer Billion Dollar Einbußen nur knapp darüber. Amerikanische Geldinstitute hätten derweil bereits mehr als die Hälfte der erwarteten Verluste verbucht, berichtete der IWF. Sie seien somit den europäischen Geldhäusern voraus.

Finanzwelt noch nicht über den Berg

"Wir sind auf dem Wege der Erholung, was aber nicht bedeutet, dass die Risiken verschwunden sind", sagte der Chef der IWF-Kapitalmarktabteilung, José Viñals. Noch immer hätten die Banken nicht ausreichend Kapital, um genügend Kredite zur Verfügung zu stellen, damit die Konjunkturerholung vorankomme. Es gebe weiter Engpässe bei der Kreditvergabe, die Gesundung der Wirtschaft werde voraussichtlich nur schleppend verlaufen, warnt der Bericht.


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