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Großbritannien: Brown will Staatsbesitz für 16 Milliarden Pfund versilbern


Großbritannien  

Brown will Staatsbesitz für 16 Milliarden Pfund versilbern

12.10.2009, 20:50 Uhr | AFP, AFP , t-online.de

Großbritannien drücken Milliarden Schulden (Foto: imago)Großbritannien drücken Milliarden Schulden (Foto: imago) Die Finanzkrise, teure Konjunkturhilfen und Rettungspakete für die Banken haben den Staaten weltweit Milliarden Schulden beschert. Angesichts des wachsenden Schuldenberges will die britische Regierung nun Staatseigentum im Wert von 16 Milliarden Pfund (17,2 Milliarden Euro) verkaufen. Das kündigte Premierminister Gordon Brown vor Finanzfachleuten in London an.

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Briten wollen staatliches Wettbüro verkaufen

Das Haushaltsdefizit in Großbritannien wird im laufenden Jahr nach den derzeitigen Schätzungen auf 175 Milliarden Pfund ansteigen. "Wir wollen Besitzstände verkaufen, um die Schuldenfrage anzugehen", sagte Brown. Die Veräußerungen sollten in einem Zeitraum von zwei Jahren erfolgen. Zum Verkauf stünden unter anderem die britischen Anteile am europäischen Uran-Konsortium URENCO, die Hochgeschwindigkeits-Trasse zwischen London und dem Eurotunnel und das staatliche Wettbüro Tote.

Kritik an Privatisierungsplänen

Der britische Oppositionsführer David Cameron kritisierte die Privatisierungspläne: "Jede Familie weiß, dass Verkäufe nur kurzfristig helfen, aber die Ausgaben langfristig nicht senken", sagte Cameron. "Wir müssen mit den Ausgaben und dem Defizit fertigwerden." Der Sprecher der britischen Konservativen, Philip Hammond, sagte, Zusatzeinnahmen von 16 Milliarden Pfund seien gerade einmal hinreichend, um "einige Wochen lang" die Kredite zu bedienen.

Brown im Umfragekeller

Die Pläne der britischen Regierung dürften auch bei den nächsten Unterhauswahlen im Frühjahr 2010 eine Rolle spielen. Den derzeitigen Meinungsumfragen zufolge dürfte die Labour-Regierung abgewählt werden. Premierminister Brown kündigte derweil an, er wolle die verbleibenden Monate dieser Legislaturperiode "für das kämpfen, woran ich glaube". Er hielt der konservativen Partei von Oppositionsführer Cameron vor, sie wolle die Sozialausgaben zusammenstreichen und die Investitionen kürzen.


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