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Quelle-Aus: Jetzt spricht die Schickedanz-Familie


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Quelle-Aus: Jetzt spricht die Schickedanz-Familie

22.10.2009, 16:04 Uhr | dpa-AFX, dpa, AFP, t-online.de

Madeleine Schickedanz, Quelle-Alleinerbin und ehemalige Milliardärin (Foto: dpa)Madeleine Schickedanz, Quelle-Alleinerbin und ehemalige Milliardärin (Foto: dpa) Durch die Quelle-Pleite verlieren tausende Mitarbeiter ihre Jobs. Nach dem endgültigen Aus für die Traditionsfirma haben sich nun die Miteigentümer und Quelle-Gründer, die Familie Schickedanz, zu Wort gemeldet. Der Ehemann von Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, Leo Herl, sagte der "Bild"-Zeitung: "Meine Frau gibt derzeit keinen Kommentar ab. Wir fürchten, dass alles missverstanden würde." Dabei habe seine Frau "doch alles getan, was sie tun konnte". Wie sich zeigte, war dies aber vergebens.

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Medien: Madeleine Schickedanz gesundheitlich angeschlagen

Auf die Frage, wann sich Frau Schickedanz zu dem Aus für das Unternehmen äußern werde, sagte Herl: "Das hängt vom Gesundheitszustand meiner Frau ab." Dem Bericht zufolge soll die Tochter des Quelle-Firmengründers gesundheitlich angeschlagen sein. Nach dem Insolvenzantrag der Quelle-Mutter Arcandor Anfang Juni soll sie einen Schwächeanfall erlitten haben. Durch die Insolvenz büßte Madeleine Schickedanz große Teile ihres ehemals viele Milliarden Euro umfassenden Vermögens ein.



Insolvenzverwalter unter Beschuss

Das Aus für Quelle hält die beteiligten Personen derweil weiter in Atem: Der Quelle-Insolvenzverwalter hat Vorwürfe über mangelnde Transparenz beim Verkaufsprozess für das insolvente Versandhaus zurückgewiesen. Die beteiligten Ministerien und Gremien seien die ganze Zeit über den aktuellen Stand informiert gewesen, sagte Thomas Schulz, Sprecher von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg. Lediglich in den letzten Stunden, als die Verhandlungen überraschend scheiterten, sei es aus Zeitgründen nicht mehr möglich gewesen, alle Beteiligten zu informieren.



Sonderstelle des Arbeitsamts für Quelle-Mitarbeiter

Bei der Bundesagentur für Arbeit laufen unterdessen die Vorbereitungen für den erwarteten Ansturm von Quelle-Arbeitslosen auf Hochtouren. Die Bundesagentur rechnet mit rund 4000 Menschen, die zum 1. November in die Arbeitslosigkeit gehen. Bereits an diesem Freitag solle es eine Info-Börse für die rund 120 Auszubildenden des insolventen Versandhauses geben, sagte der Sprecher der Nürnberger Arbeitsagentur, Matthias Klar. Vom kommenden Montag an werden die Mitarbeiter in einer eigenen Außenstelle im Quelle-Versandzentrum in Fürth betreut.

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