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Deutsche Bahn erhält Milliarden-Auftrag in Katar


Katar  

Deutsche Bahn erhält Milliarden-Auftrag

23.11.2009, 12:26 Uhr | AFP, AP, dpa-AFX, dapd, AFP, dpa-AFX, t-online.de

Die Deutsche Bahn bekommt einen Milliarden-Auftrag in Katar (Foto: dpa)Die Deutsche Bahn bekommt einen Milliarden-Auftrag in Katar (Foto: dpa) Die Deutsche Bahn hat einen milliardenschweren Auftrag aus dem Wüstenemirat Katar bekommen. Bahnchef Rüdiger Grube unterzeichnete am Sonntag in Doha den Vertrag. Es solle ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, das umfassend in die Schieneninfrastruktur in Katar investiere, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Freitag in Heidelberg. Das Investitionsvolumen für die Bahn- und Bauindustrie belaufe sich auf insgesamt 17 Milliarden Euro.

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Gewaltiges Milliardengeschäft

"Das ist beispielhaft für die Außenwirtschaft Deutschlands", sagte Ramsauer. Es gehe beispielsweise darum, dass der Flughafen Doha mit der Stadt Doha verbunden werde. Der CSU-Politiker sprach von einem "gewaltigen Milliardengeschäft" für die Deutsche Bahn.

Das erste große Schienennetz im arabischen Raum

"Handelsblatt Online" berichtete unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin, es solle ein Schienenverkehrsnetz im Personen- und Güterverkehr aufgebaut sowie eine Fernverkehrsstrecke ins benachbarte Bahrain errichtet werden. Ziel der gemeinschaftlichen Bahngesellschaft "Qatar Railways Development Company" sei zudem der Aufbau eines Nahverkehrsnetzes in der Hauptstadt Doha. Es sei das erste Schienennetz in der Größenordnung, das im arabischen Raum entstehe. Qatar Railways wird dem Bericht zufolge an der Gesellschaft 51 Prozent halten, DB International 49 Prozent.

Längste Brücke der Welt wird konkreter

Durch den Vertragsabschluss der Deutschen Bahn in Katar nehmen nun auch die bislang etwas vagen Pläne für den Bau der längsten Brücke der Welt konkrete Formen an. Lokale Medien in Bahrain berichteten am Montag, mit dem Bau der 40 Kilometer langen Brückenkonstruktion, die das Golfemirat Katar mit dem Königreich Bahrain verbinden soll, werde voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres begonnen. Den Berichten zufolge müssen das endgültige Design der Brücke und die Baukosten aber noch von der Katar-Bahrain-Causeway-Stiftung abgesegnet werden.

Auch Siemens könnte profitieren

Die Kosten für die Infrastruktur werden "Handelsblatt Online" zufolge mit 14 Milliarden Euro veranschlagt, die Planungskosten sollen bei 700 Millionen Euro liegen. Für insgesamt zwei Milliarden Euro wolle die Gesellschaft später Fahrzeuge kaufen. Der Betrieb des Netzes werde mit jährlich einer Milliarde Euro veranschlagt. Die Bahn erhält demzufolge einen Teil des Planungsauftrag sowie Zugang zum späteren Betreibergeschäft. Siemens könnte dem Bericht zufolge bei den Fahrzeugen zum Zuge kommen, die deutsche Bauindustrie beim Aufbau des Netzes.

DB könnte auch nach Saudi-Arabien expandieren

Katar gilt für die DB AG als Schlüsselland für den Schienenverkehr in der arabischen Welt. Mit der Schnellverkehrsstrecke nach Bahrain bestehe für die Logistiktochter DB Schenker die Chance, auch nach Saudi-Arabien zu expandieren. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke Doha-Bahrain soll bei 350 Stundenkilometern liegen.

Deal geht zurück bis Gerhard Schröder

Der Deal kommt den Angaben zufolge nach jahrelangen Verhandlungen zum Abschluss. Bereits Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte sich auf Bitten des damaligen Bahnchefs Hartmut Mehdorn in Katar eingesetzt und eine Transrapidstrecke nach Bahrain angeregt. Die Magnettechnologie wurde aber nicht weiter verfolgt. Vergangenes Jahr unterschrieben die Bahn und Katar dann eine erste Absichtserklärung für das nun besiegelte Projekt.

Bahn holt ersten Nahverkehrszug-Auftrag im Ausland

Zudem hat die Bahn erstmals eine Ausschreibung für den Betrieb von Nahverkehrszügen im Ausland gewonnen. In Schweden erhielt eine Bahn-Tochter den Zuschlag für S-Bahn-Verkehr in der Provinz Östergötland, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Der Vertrag läuft von Dezember 2010 an über zehn Jahre mit möglicher Verlängerung um weitere vier Jahre. Das Auftragsvolumen liegt bei rund zehn Millionen Euro im Jahr. Die Tochter DB Regio Sverige übernimmt dafür den Betrieb mit Bordservice und Instandhaltung von 18 bereitgestellten Zügen.

Erfolg in Schweden trägt für die weitere Internationalisierung bei

Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg sagte, mit dem Erfolg in Schweden sei ein Schritt für die weitere Internationalisierung des Geschäfts getan. In dem skandinavischen Land ist die Bahn aktuell noch in zwei weiteren Nahverkehrsausschreibungen im Rennen. Daneben seien Polen und Italien interessante Märkte, in denen auch ein Zugang möglich ist. Homburg betonte, es gehe grundsätzlich um Engagements, die wirtschaftlich beherrschbar sind.

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