Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

WestLB gerettet: Eigentümer, Landesbanken und Bund einig


Landesbank: Angeschlagene WestLB ist gerettet

25.11.2009, 17:56 Uhr | dpa, dpa, t-online.de

Die Landesbank WestLB ist gerettet (Foto: imago)Die Landesbank WestLB ist gerettet (Foto: imago) Die drohende Schließung der angeschlagenen WestLB ist abgewendet. Die Eigentümer der WestLB, der Bund und die anderen Landesbanken haben sich grundsätzlich auf die Rettung der nordrhein- westfälischen Landesbank verständigt. Das bestätigte das Bundesfinanzministerium in Berlin. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. "Die WestLB ist wieder auf Kurs", hieß es. Beim Sparkassenverband hieß es, eine Lösung sei sehr nah.

Video - Anlagechancen im Mittleren Osten
Preisvergleich - So teuer leben Sie in Ihrem Bundesland
Bis 30.11. wechseln und sparen

Details über eine Bad-Bank muss noch geklärt werden

Die endgültigen Details über die Auslagerung von Risikopapieren und Geschäftsfeldern in eine "Bad Bank" und die Milliarden-Hilfen würden noch verhandelt. Es bestehe aber eine Einigkeit zwischen Land, Sparkassen, Landesbanken sowie dem Bund über eine Abwicklungsanstalt und die Ausstattung der neuen WestLB-Kernbank mit frischem Geld. Der Bund greift der WestLB über den Rettungsfonds SoFFin unter die Arme.


85 Milliarden Euro Gesamtvolumen

Die WestLB will als erste Bank Deutschlands mit Staatshilfe eine "Bad Bank" gründen. Dabei geht es um ein Gesamtvolumen von etwa 85 Milliarden Euro. Die WestLB soll in eine gesunde Kernbank und in eine "Bad Bank" für Schrottpapiere sowie nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Aktivitäten aufgespalten werden. Dafür sind jedoch weitere Milliardenhilfen erforderlich.

Einigung war nicht einfach

Die Zeit für eine Einigung war knapp. Bis 30. November sollte entschieden sein, ob der Bund über den SoFFin hilft. Die Sparkassen Nordrhein-Westfalens als WestLB-Haupteigentümer und der Bund hatten bis zuletzt über die Lastenteilung gestritten. An der WestLB sind das Land Nordrhein-Westfalen mit rund 38 Prozent beteiligt sowie zwei Sparkassenverbände mit jeweils 25,03 Prozent.

Entgegenkommen durch Sparkassen

Die NRW-Sparkassen hatten bisher eine weitere Belastung durch die WestLB abgelehnt, weil das ihren Spielraum einengen würde. Vielmehr sollte der Bund auf Basis des Bad-Bank-Gesetzes zwischen zwei bis sechs Milliarden Euro frisches Kapital für die "WestLB neu" bereitstellen. Wie es hieß, hätten die Sparkassen inzwischen erheblich nachgebessert. Dadurch sei Bewegung in die Verhandlungen gekommen.

Landesbanken beteiligen sich an der Rettung

Nach Angaben des Sparkassenverbandes DSGV beteiligen sich auch die anderen Landesbanken an der Rettung. Die Vorstandschefs hätten sich auf einen finanziellen Beitrag verständigt im Zusammenhang mit der Abspaltung eines Portfolios der WestLB und dessen Überführung in eine Abwicklungsanstalt. Nach Darstellung der Tageszeitung "Die Welt" wollen die Landesbanken der WestLB bis zu 200 Millionen Euro bereitstellen. Sie sollen dazu dienen, erwartete Verluste der Abwicklungsanstalt auszugleichen. Der Stützungsbetrag solle aus der sogenannten Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen kommen, die Bestandteil des Haftungsverbundes der Sparkassen-Finanzgruppe ist.

Zwangsverwaltung drohte

Denkbar sei sowohl eine Zufuhr von Kapital als auch eine Garantie. Bedingung der Landesbanken sei, dass ihre Unterstützung auf die Verpflichtungen der nordrhein-westfälischen Sparkassen angerechnet wird und diese somit entlastet, so "Die Welt". Bei einem Scheitern der Verhandlungen hätte die Bankenaufsicht BaFin eingreifen und im härtesten Fall ein Moratorium über die WestLB verhängen können. Damit wäre das Institut praktisch unter Zwangsverwaltung gestellt worden.


Banker sehen Krisenende - Politiker bleiben skeptisch
Konjunktur-Optimismus - Goldman Sachs sieht raschen Aufschwung
Quiz - Zu welchem Unternehmen gehört welches Logo?
Kosten senken - Jetzt Strompreis für Ihren Haushalt vergleichen


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal