Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Schäuble distanziert sich von Mehrwertsteuersenkung für Hotels


Steuern  

Schäuble distanziert sich von Hotel-Steuer

11.12.2009, 14:48 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) (Foto: dpa)Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) (Foto: dpa) Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich von der geplanten Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen distanziert, will aber trotzdem an ihr festhalten. "Das war nicht meine Idee", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Politik bedeute aber, auch Kompromisse zu schließen. Für Hotels in Grenznähe, die mit ausländischen Wettbewerbern konkurrierten, sei die Steuersenkung nicht unwichtig. Im Rahmen des vom Bundestag bereits verabschiedeten Wachstumsbeschleunigungsgesetzes wollen Union und FDP den Mehrwertsteuersatz für Übernachtungen von 19 auf sieben Prozent senken. Das Frühstück soll weiter mit 19 Prozent besteuert werden.

Video - Banken bremsen die Wirtschaft aus
Schwarzbuch 2009 - Hier wird Geld der Steuerzahler verbraten
Preis-Vergleich - So teuer leben Sie in Ihrem Bundesland

t-online.de Shop Notebooks zu tollen Preisen
t-online.de Shop Finanz-Software

Steuersenkung wird für den Staat teuer

Die geplante Steuersenkung kostet den Staat jährlich rund eine Milliarde Euro. Die Opposition kritisiert dies als sinnlose Subvention für die Hotellerie. Der Bundesrat will am Freitag nächster Woche über das Gesamtpaket entscheiden, das Steuererleichterungen von bis zu 8,5 Milliarden Euro pro Jahr vorsieht. Eine Mehrheit für die schwarz-gelbe Koalition ist noch nicht sicher.


Schäuble will massiv sparen

Schäuble kündigte angesichts einer Rekordneuverschuldung von 100 Milliarden Euro 2010 für die zweite Hälfte der Wahlperiode einen strikten Sparkurs an. Er weigerte sich jedoch, Einzelheiten zu nennen. Wo die zehn Milliarden Euro herkommen sollen, die laut der neuen Schuldenbremse von 2011 an jährlich eingespart werden müssen, werde erst Mitte kommenden Jahres entschieden, sagte der Minister.

Wirtschaftsweise kritisieren Steuersenkungen

Die Wirtschaftsweisen Peter Bofinger und Wolfgang Wiegard kritisierten die Finanzpolitik der Bundesregierung unterdessen erneut scharf. Der Ansatz, durch Steuersenkungen Wachstum zu erzeugen, sei "grundfalsch", sagte Bofinger der "Saarbrücker Zeitung". In der "Passauer Neuen Presse" forderte Wiegard eine Anhebung der Mehrwertsteuer. Spätestens ab 2014 seien Steuererhöhungen "unvermeidbar".

Bundeshaushalt - Neuverschuldung von 100 Milliarden geplant
Extreme Wirtschaftsschwäche - Großbritannien schrumpft zur Mini-Macht
Staatsfinanzen - Wirtschaftsweiser hält Steuerpolitik für "grundfalsch"
Video - Auf Pump trotz Pleitezeit



Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Jetzt Sky Fußball-Bundesliga-Paket 1 Jahr inkl. sichern!*
bei der Telekom
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal