Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Hamburger Sparkasse: Berufungsverfahren gegen Lehman-Urteile begonnen


Hamburger Sparkasse  

Berufungsverfahren gegen Lehman-Urteile

28.02.2010, 14:33 Uhr | apn, dpa, dpa, dapd, t-online.de

Hamburger Sparkasse Haspa: Berufung gegen Lehman-Urteil (Foto: imago) (Quelle: imago images)Hamburger Sparkasse Haspa: Berufung gegen Lehman-Urteil (Quelle: imago images) Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamburg hat das Berufungsverfahren gegen zwei Lehman-Urteile begonnen. Das Urteil wurde für den 24. Februar angekündigt. Die Hamburger Sparkasse (Haspa) will verhindern, dass sie zwei Anlegern jeweils etwa 10.000 Euro Entschädigung zahlen muss - und ihre Chancen stehen nicht schlecht. Der Richter deutete am ersten Verhandlungstag an, dass er dem Urteilstenor der Vorinstanz nicht unbedingt folgen will. Die Sparkasse soll die Anleger beim Verkauf der Lehman-Zertifikate falsch beraten haben. Deshalb war sie im Juli 2009 vom Landgericht Hamburg verurteilt worden. (Az.: OLG Hamburg 325 O 22/09 und 310 O 4/09)

Bank pleite, Geld weg

Die beiden Anleger hatten im Dezember 2006 und im Oktober 2007 jeweils 10.000 Euro in die Zertifikate investiert. Als die Bank Lehman Brothers im September 2008 pleite ging, verloren sie ihr Geld. Bundesweit ging es geschätzten 40.000 Anlegern ähnlich. Viele fühlen sich von ihren Banken über die Risiken der Papiere schlecht beraten.

Gericht beleuchtet Einzelfall

Der erste Kläger musste jetzt vor dem OLG seine Anlagemotive darlegen und Auskunft über das Beratungsgespräch geben - ebenso seine Partnerin und zwei Anlageberater der Haspa. Im Ergebnis wurde deutlich, dass der pensionierte Lehrer dachte, die Anlage wäre sicher, weil die Lehman-Papiere durch eine öffentlich beaufsichtigte Sparkasse vertrieben wurden. Und dass der Gewinn der Haspa mit Depot- und Verwaltungsgebühren sowie dem einprozentigen Ausgabeaufschlag abgegolten werde. "Wenn ich gewusst hätte, dass ich mit meinem Geld für die Insolvenz von Lehman Brothers haften muss, dann hätte ich die Zertifikate niemals gekauft", klagte der Mann.

Keine Information zur Sicherheit

Zur Begründung des ersten Rechtspruchs auf Schadenersatz hatte das Landgericht Hamburg angeführt, dass Mitarbeiter der Haspa bei der Beratung nicht über eine fehlende Sicherung der Einlagen sowie über das wirtschaftliche Risiko der Bank beim Absatz der Zertifikate informiert hatten. Auch über die Gewinnspanne der Bank seien die Kunden nicht informiert worden, was diesen eine Beurteilung des Geschäfts erschwert habe.

Sparkasse: Kunden müssen nachfragen

Nach Angaben der Haspa hatte die Bank in einem Prospekt zu dem verkauften Zertifikat klargemacht, dass sie an dem Produkt verdiene. Für genauere Einzelheiten hätte die Kundin nachfragen müssen. Das Gericht war dagegen der Ansicht, die Haspa hätte ihre Marge der Kundin gegenüber offenlegen müssen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed mit Hightech: mit MagentaZuhause surfen!
zur Telekom
myToysbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal