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Weltbank sieht weiter Risiken für Erholung der Weltwirtschaft


Konjunktur  

Weltbank: Wirtschaft erholt sich nur langsam

17.02.2010, 16:25 Uhr | dpa, apn, t-online.de, dapd, dpa

Weltbank sieht weiter Risiken für Erholung der Weltwirtschaft (Foto: imago) (Quelle: imago images)Weltbank sieht weiter Risiken für Erholung der Weltwirtschaft (Quelle: imago images) Die Weltwirtschaft erholt sich von der Krise langsamer als gedacht. In ihrer "Globalen Wirtschaftsprognose 2010" dämpft die Weltbank die Hoffnung auf ein rasches Wachstum. Die Konsequenzen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise werden demnach voraussichtlich noch in den nächsten zehn Jahren zu spüren sein. Das Bruttonationaleinkommen steigt nach den neuen Berechnungen weltweit in diesem Jahr um 2,7 Prozent und 2011 um 3,2 Prozent. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) sieht nach wie vor Unsicherheiten für die wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum.

"Die Armen zahlen die Zeche"

"Wir können nach dieser tiefen und schmerzlichen Krise keine Gesundung über Nacht erwarten", sagte Weltbank-Chefökonom, Justin Lin. "Es wird viele Jahre dauern, bis die Wirtschaften wiederaufgebaut und Jobs geschaffen werden. Die Armen zahlen die Zeche."

Schleppende Erholung in den Industrieländern

Während sich der Aufschwung in den Entwicklungsländern stabil fortsetze - mit 5,2 Prozent in diesem und 5,8 Prozent im kommenden Jahr - steige das Bruttonationaleinkommen in den Industrieländern nach den Prognosen dieses Jahr lediglich um 1,8 Prozent und 2011 voraussichtlich um 2,3 Prozent. Es war im vergangenen Jahr infolge der Krise um 3,3 Prozent geschrumpft.

Ein Prozent Wachstum in Europa

Die Wirtschaft in Europa dürfte nach Einschätzung der Weltbank in diesem Jahr um ein Prozent wachsen. Damit liegt Europa deutlich unter dem für die USA prognostizierten Wachstum von 2,5 Prozent. Einen Spitzenplatz belegt weiterhin China mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von neun Prozent in diesem Jahr und im nächsten Jahr, nach 8,4 Prozent 2009.

EZB: Erholung verläuft uneinheitlich

Unsicherheiten für die wirtschaftliche Erholung sieht auch die Europäische Zentralbank (EZB). Zwar rechne die Notenbank insgesamt mit einem moderaten Wachstum der Wirtschaft des Eurogebiets im Jahr 2010, wie die Notenbank in ihrem Monatsbericht bekräftigte. Der EZB-Rat verkenne aber nicht, "dass der Erholungsprozess uneinheitlich verlaufen dürfte". Noch stützen staatliche Hilfsprogramme in vielen Ländern die zuletzt stark eingebrochene Konjunktur.

Kreditvergabe wird weiter unterstützt

Die EZB ihrerseits will die zuletzt stockende Kreditvergabe der Banken auch weiterhin unterstützen. Die Währungshüter betonten aber zugleich ihre Entschlossenheit, die Inflationsgefahren zu bekämpfen: "Die bereitgestellte Liquidität wird bei Bedarf abgeschöpft, um jeglicher Gefahr für die Preisstabilität auf mittlere bis längere Sicht effektiv entgegenzuwirken."

Schuldenberge rasch wieder abbauen

In der Finanz- und Wirtschaftskrise hatten die EZB und andere Notenbanken den Banken immer wieder frische Milliarden zur Verfügung gestellt, um die Kreditvergabe zu stimulieren. Drehen die Notenbanken den Geldhahn zu spät zu, droht Inflation. Nachdrücklich forderte die EZB die 16 Staaten mit der Euro-Gemeinschaftswährung dazu auf, die nicht zuletzt wegen der Krise aufgetürmten Schuldenberge rasch wieder abzubauen und zu soliden Staatsfinanzen zurückzukehren.

Verstärkte Anstrengungen

Verstärkte Anstrengungen zur Haushaltskonsolidierung seien auch mit Blick auf die staatlichen Rentensysteme notwendig: Für den Euro- Raum wird ein Anstieg der staatlichen Rentenausgaben von 11,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2007 auf 13,9 Prozent des BIP im Jahr 2060 prognostiziert. Die Risiken für die Staatsfinanzen würden durch die Zunahme der Alterslasten noch verschärft.

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