Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Autobauer Spyker: Saabs Retter im Zwielicht


Autobauer Spyker  

Saabs Retter im Zwielicht

01.03.2010, 13:03 Uhr | bv, t-online.de

Autobauer Spyker: Saabs Retter im Zwielicht. Spyker-Chef Victor Muller zwischen einem Saab und einem Spyker (Foto: AFP)

Spyker-Chef Victor Muller zwischen einem Saab und einem Spyker (Quelle: AFP)

Die Freude über die Rettung der schwedischen Automarke Saab könnte verfrüht sein. Nach Medienberichten gibt es Zweifel an der Seriosität des Käufers Spyker und seines Chefs Victor Muller. Weder ist die Finanzierung des Deals bisher gesichert, noch seien Spykers Zahlen zu den Verkäufen der eigenen Sportwagen nachvollziehbar, hieß es. So könnte die angebliche Rettung von Saab in Wahrheit das letzte Kapitel der Unternehmensgeschichte sein.

"Kaugummi und Klebeband"

Zu den Kritikern der Saab-Übernahme zählt der Direktor der niederländischen Anlegervertretung VEB, Jan Maarten Slagter. Ihn zitiert die "Financial Times Deutschland" (FTD) mit den Worten: "Eigentlich wird der Deal nur durch Kaugummi und Klebeband zusammengehalten." Es gebe noch nicht einmal klare Aussagen über Produktions- und Verkaufszahlen.

Diskrepanzen bei Zahlen

Nach eigenen Angaben hat Spyker seit seiner Gründung vor elf Jahren mehr als 250 Autos gebaut. Allerdings wurden dazu offenbar auch einige gezählt, die im Lauf der Zeit wieder zurückgekauft und umgebaut wurden. Außerdem sind nach VEB-Angaben die Bestandszahlen auch dann gestiegen anstatt zu sinken, wenn die Kundenbestellungen zunahmen. Inzwischen veröffentliche Spyker solche Zahlen nicht mehr.

Ungeliebte Investoren

Seit einem verlustreichen Einstieg in die Formel 1 besitzt die litauische Snoras-Bank knapp 30 Prozent der Anteile an Spyker - finanziert von der russischen Investorenfamilie Antonow. Bank-Chef Wladimir Antonow steht dem Spyker-Aufsichtsrat vor, soll aber ausscheiden, weil die bisherige Muttergesellschaft von Saab, General Motors (GM), sich geweigert haben soll, Geschäfte mit den Antonows zu machen - wegen angeblicher Kontakte zu kriminellen Kreisen.

Noch fehlt Geld

Allerdings finanzieren die Russen dennoch zumindest einen Teil des Kaufpreises von rund 400 Millionen Dollar, bei dem 74 Millionen Dollar in bar und der Rest in Vorzugsaktien beglichen werden soll. Die erste Abschlagszahlung von 25 Millionen Dollar, die bereits fällig war und überwiesen wurde, sei von seiner Bank gekommen, bestätigte Antonow. Die Finanzierung der nächsten Tranche über 24 Millionen Dollar, die im Juni fällig wird, ist dagegen noch unklar. Spyker-Chef Victor Muller sagte dazu, noch habe man viele Möglichkeiten und ein halbes Jahr Zeit.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal