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EADS und Käuferstaaten einigen sich bei A400M


Luftfahrt  

Airbus-Militärtransporter A400M gerettet

05.03.2010, 20:11 Uhr | apn

EADS und Käuferstaaten einigen sich bei A400M.

Der Militärairbus A400M - endlich Einigung im Streit mit EADS (Foto: AFP )

Die Zukunft des Airbus-Militärtransporters A400M ist gerettet. Die sieben Käuferstaaten und die Airbus-Mutter EADS haben sich geeinigt, wie die Zusatzkosten aufgeteilt werden. Dies sagte am Freitag ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur DAPD in Berlin. Nach Angaben des Ministeriums sieht die Einigung im Wesentlichen eine Preiserhöhung von insgesamt 2 Milliarden Euro und Exportkredite in Höhe von 1,5 Milliarden Euro vor. Deutschland hat 60 von insgesamt 180 Maschinen bestellt.

Langer Streit geht zu Ende

EADS und die Regierungen von Deutschland, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Spanien und der Türkei konnten sich monatelang nicht auf die Aufteilung der Sonderkosten von mindestens 5,2 Milliarden Euro einigen. Verzögerungen um rund vier Jahre, Sonderwünsche der Kunden und Managementfehler haben das einstige Prestigeprojekt an den Rand des Scheiterns gebracht. Ursprünglich waren 20 Milliarden Euro Kosten veranschlagt. EADS wollte, dass die beteiligten Staaten einen Großteil der Zusatzkosten übernehmen. Unter anderem der Bundesregierung war dies zu viel.

Erste Maschinen für Deutschland 2014

Laut Verteidigungsministerium nahm EADS das Angebot der beteiligten Nationen an. Die einzelnen Ländern müssen es jeweils noch billigen. Die Einigung sieht vor, dass die ersten Maschinen für Deutschland 2014 ausgeliefert werden sollen. Bei der Zuladung des A440M sei sichergestellt, dass die vorgesehenen Systeme wie etwa der Schützenpanter PUMA transportiert werden könnten. Die detaillierte Anpassung des Vertrags soll in den kommenden Wochen folgen.

Airbus-Chef hatte mit Scheitern gedroht

Airbus-Chef Thomas Enders hatte mehrfach mit dem Scheitern gedroht. EADS drängte die Regierungen zu einer baldigen Entscheidung. Falls nicht, werde der Konzern Geld, Personal und Ausrüstung von dem Projekt abziehen und anderen Aufgaben zukommen lassen. Dies wäre ein herber Rückschlag für die europäische Rüstungsindustrie und ein massiver Imageverlust für Airbus gewesen gewesen.

A400M - viele technische Pannen

Und die europäischen Luftwaffen sind dringend auf die Neuentwicklung angewiesen. Im Dezember startete der A400M mit rund dreijähriger Verspätung zu seinem Jungfernflug, bei dem es aber auch zu technischen Pannen gekommen war. Der Transporter ist mit den bislang leistungsstärksten Turboprop-Triebwerken ausgerüstet und soll doppelt so viel Ladung schneller und flexibeler transportieren können als der Konkurrent Hercules des US-Konzerns Lockhead.

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