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Scheichs auf Übernahmetour in Deutschland


Katar  

Scheichs auf Übernahmetour in Deutschland

23.03.2010, 15:53 Uhr | dpa-AFX

. Der Emir von Katar - das Scheichtum interessiert sich für deutsche Konzerne (Foto: dpa)

Der Emir von Katar - das Scheichtum interessiert sich für deutsche Konzerne (Foto: dpa)

Katar ist nach dem Einstieg bei Volkswagen und Porsche auf der Suche nach weiteren Investitionen in Deutschland. "In Europa und speziell in Deutschland gibt es noch eine Reihe anderer interessanter Unternehmen, auf die wir schauen", sagte Abdullah bin Hamad al Attiyah, Vize-Premier und zugleich Wirtschaftsminister von Katar, dem "Handelsblatt". Offenbar sollen die Petrodollars in Konzerne aus den Bereichen Luftfahrt, Bau oder Finanzen fließen.

Debatte über Beschränkungen von Auslandsinvestitionen

Attiyah warnte aber gleichzeitig vor protektionistischen Bestrebungen. Denn vor zwei Jahren sei in Deutschland eine Debatte über Beschränkungen von Investitionsmöglichkeiten geführt worden, die zeitweise "in die falsche Richtung" gegangen sei. Tatsächlich wurde während der Großen Koalition kontrovers über den Einfluss ausländischer Staatsfonds, etwa aus dem arabischen Raum, aber auch aus Russland oder China, auf deutsche Firmen diskutiert. Die Debatte mündete in eine Reform des Außenwirtschaftsgesetzes. Die Abwehr von Staatsfonds ist aber nur in Ausnahmefällen möglich.

Deutschland wieder offen für Investitionen

Allerdings sei Deutschland mittlerweile wieder attraktiver für ausländische Investoren: "Jetzt erscheint uns das Land wieder sehr offen für Investitionen. Und das ist sehr gut so. Es hilft der deutschen Wirtschaft", sagte al Attiyah. "Ich denke, wenn man schon früher einen anderen Kurs gefahren hätte, hätte man wirtschaftlichen Schaden verhindern können." Das gelte auch für andere europäische Länder. "In einer international vernetzten Wirtschaft muss das Motto lauten: Jeder braucht jeden."

Katars Interesse könnte Marktgerüchte schüren

Nach Ansicht eines Börsianers dürfte das Interesse von Katar an deutschen Konzernen für das ein oder andere Gerücht am Markt sorgen. Namen wie Deutz sollten sich Marktteilnehmer in diesem Zusammenhang daher besser auf die Beobachtungsliste setzen. Hier habe es bereits Spekulationen um ein Interesse gegeben. Und die könnten nun wieder hochkochen.

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