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Landesbank: WestLB schreibt rote Zahlen


Landesbank  

WestLB schreibt rote Zahlen

23.03.2010, 15:14 Uhr | apn

Landesbank: WestLB schreibt rote Zahlen . Schwere Zeiten für die WestLB (Foto: dpa)

Schwere Zeiten für die WestLB (Foto: dpa)

Die angeschlagene WestLB ist im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Neuausrichtung der drittgrößten deutschen Landesbank, aber auch gestiegene Aufwendungen für die Kreditvorsorge bescherten dem Düsseldorfer Institut einen Verlust von 531 Millionen Euro. Das Jahr 2008 hatte die Bank dank des Rettungsschirms ihrer Eigentümer mit einem Mini-Gewinn von 18 Millionen Euro abgeschlossen. WestLB-Chef Dietrich Voigtländer zeigte sich dennoch zuversichtlich, die WestLB im laufenden Geschäftsjahr wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen.

Krise und Fehlinvestitionen belasten WestLB

Im Kerngeschäft sei die WestLB operativ gut vorangekommen und fest im Markt verankert, sagte er bei der Vorstellung der Bilanzzahlen in Düsseldorf. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern der Kernbank lag 2009 bei 292 Millionen Euro. Das vergangene Jahr sei für die WestLB ein Jahr der strategischen Repositionierung gewesen, erklärte der Chef der drittgrößten Landesbank weiter. Die nun kurz bevorstehende abschließende Abspaltung von Risikopositionen und nicht strategischer Aktiva sei ein weiterer Meilenstein in der nachhaltigen Entwicklung der Bank. Die WestLB war durch Fehlspekulationen und die Finanzkrise in die Klemme geraten. Rettung soll nun die Aufspaltung des Geldinstituts in Deutschlands erste Bad Bank und eine zukunftsfähige Kernbank bringen. Bis Ende April sollen dazu unter dem Dach der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung nichtstrategische Geschäftsfelder im Wert von 85 Milliarden Euro ausgelagert werden.

Chance für Neuaufstellung nutzen

Jetzt gelte es, die sich bietende Chance für eine grundlegende Neuaufstellung der Landesbanken zu nutzen, sagte Voigtländer. "Die WestLB ist bereit für den notwendigen Konsolidierungsprozess", betonte der Bank-Chef. Für die Bewilligung eines fünf-Milliarden-Euro-Risikoschirms ihrer Eigentümer hatte die EU der Bank im vergangenen Jahr eine radikale Schrumpfkur verordnet.

WestLB lagert in "Bad Bank" aus

Unterdessen ist die WestLB auch die erste deutsche Landesbank, in die der Bund eingestiegen ist. Der Bankenrettungsfonds des Bundes, SoFFin, hat sich mit einer stillen Einlage von gut zwei Milliarden Euro an der WestLB-Kernbank beteiligt. Das wurde bei der Bilanzvorlage der nordrhein-westfälischen Landesbank bekannt. Bis Ende April will der Bund insgesamt drei Milliarden Euro für die WestLB bereitstellen. Die Kapitalspritze ist Teil des Rettungspaketes für die drittgrößte deutsche Landesbank, das der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die NRW-Sparkassen Ende November geschnürt hatten. Die WestLB lagert ein Drittel ihrer Aktivitäten in eine "Bad Bank" aus. Die verbleibende Kernbank soll verkauft werden.


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