Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Griechenland: Athen muss bei IWF-Hilfe mit harten Auflagen rechnen


Athen muss bei IWF-Hilfe mit harten Auflagen rechnen

25.03.2010, 20:45 Uhr | AFP, dpa, AP, bab

Griechenland: Athen muss bei IWF-Hilfe mit harten Auflagen rechnen. Griechenlands Staatsdefizit ist noch höher als bislang vermutet (Foto: dpa)

Schuldenkrise: Griechenland muss mit harten Auflagen rechnen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Griechenland muss im Fall von Kredithilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einschneidenden Auflagen für seine Finanzpolitik rechnen. Vor dem EU-Gipfel in Brüssel erklärten Experten in Washington, die Regierung in Athen müsse sich auch dem strengen Monitoring-System des IWF öffnen.

Als Teil eines langfristigen Plans zur Reduzierung des griechischen Defizits werde der Währungsfonds sehr wahrscheinlich auf eine strikte Ausgabenkontrolle dringen, sagte der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Eswar Prasad von der Cornell University. Der IWF lehnt bislang eine Stellungnahme dazu mit der Begründung ab, dass bislang noch kein Beistandsgesuch von Griechenland eingegangen sei.

Sparprogramm praktisch diktiert

Aufgrund eines extremen Staatsdefizits von über zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts hatten Experten der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) aber auch des Internationalen Währungsfonds (IWF) Ende Februar Athen besucht und den Griechen Teile des harten Sparprogramms praktisch diktiert. Inzwischen sind weite Teile der Maßnahmen umgesetzt, was für die Bevölkerung harte Einschnitte bedeutet. Laut Meldungen der Athener Presse müssen viele Griechen in Folge von Lohnkürzungen und Steuererhöhungen mit bis zu 20 Prozent weniger Geld auskommen.

Kreditbedarf wird auf 50 Milliarden Euro geschätzt

Der Kreditbedarf des griechischen Staates für dieses Jahr wird auf 50 Milliarden Euro geschätzt. Diese Summe wird benötigt, um fällig werdende Schulden zu bedienen. Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, hat die europäischen Regierungen aufgerufen, ihren Streit über die Griechenland-Hilfe zu beenden und sich auf einen detaillierten Plan zu einigen. Deutschland vertritt bisher die Haltung, dass Griechenland nicht am Rande eines Staatsbankrotts sei. Wenn der Kapitalmarkt der Regierung in Athen keine Geldaufnahme mehr bieten kann, sieht die Bundesregierung im IWF den nächsten Ansprechpartner.

Merkel und Sarkozy sind sich einig

Am späten Nachmittag gab es eine Einigung im Streit um Finanzhilfen für Griechenland. Deutschland und Frankreich haben damit die Richtung für den EU-Gipfel in Brüssel vorgegeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Nicolas Sarkozy vereinbarten nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen am Donnerstag eine "substanzielle Beteiligung" des IWF als letztes Mittel für Griechenland. In einer eineinhalbseitigen Erklärung formulierten Merkel und Sarkozy außerdem Bedingungen für ein Eingreifen der Eurozone. Sarkozy folgte dabei dem Vorschlag Merkels, Griechenland als letztes Mittel eine Kombination aus Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und bilateraler Unterstützung der EU-Länder anzubieten. Laut französischen Regierungskreisen soll ein IWF-Kredit die Griechenlandhilfe "ergänzen". Die Hauptlast sollen aber die Europäer tragen, und zwar nach ihren Kapitalanteilen an der EZB. Auf Deutschland entfiele dabei rund ein Fünftel.

t-online.de Shop LCD- und Plasma-Fernseher: Unsere Angebote!
t-online.de Shop Notebooks zu Top-Preisen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal