Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Flugverbot: Aschewolke legt BMW-Produktion lahm


Flugverbot: Aschewolke legt BMW-Produktion lahm

20.04.2010, 17:00 Uhr | dpa, dpa

Flugverbot: Aschewolke legt BMW-Produktion lahm. Flugverbot legt BMW-Produktion lahm

Flugverbot legt BMW-Produktion lahm (Foto: BMW)

Der Münchner Autobauer BMW unterbricht infolge der europaweiten Flugverbote wegen der isländischen Aschewolke und einem daraus resultierenden Mangel an Bauteilen seine Produktion. Bereits am Dienstagnachmittag sollen die Bänder zur Spätschicht im Werk in Dingolfing angehalten werden, sagte ein Konzernsprecher. Danach folgen die Werke in Regensburg und München am Mittwoch und am Donnerstag. Insgesamt müsse die Fertigstellung von rund 7000 Fahrzeugen verschoben werden.

Auch US-Werk Spartanburg betroffen

Grund für die Unterbrechung seien Lieferengpässe vor allem bei Elektronikbauteilen, die per Luftfracht geliefert würden. Betroffen von dem Problem sind nicht nur die deutschen Standorte, sondern auch das Werk in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina. Dort produziert der bayrische Konzern seit 1992 und liefert wichtige Teile wie Getriebe per Luftfracht an den Standort. Der Konzern führe bereits Gespräche mit dem Betriebsrat, um die ausgefallene Produktion möglichst rasch aufzuholen. Die Arbeitsausfälle würden ohne größere Probleme etwa über Zeitkonten der Mitarbeiter ausgeglichen, sagte der Sprecher. Bisher geht BMW davon aus, die Produktion am Freitag wieder aufnehmen zu können.

Flugverbot beeinträchtigt Engagement in China

Eine derartige Beeinträchtigung des Luft-Transportes sei für BMW ein Novum, erklärte ein Sprecher am Vortag. Man suche nach Alternativen, um die Logistikkette aufrechtzuerhalten, doch sei die Dauer des Verbots derzeit nicht absehbar. "Alle hangeln sich von Flugverbot zu Flugverbot." Per Luftfracht werde bei BMW insgesamt nur ein sehr kleiner, zeitkritischer Teil der Fahrzeug-Komponenten transportiert. Genau dieser Teil entwickelt sich nun jedoch zum Problem. Der bayrische Autobauer musste wegen des Flugverbots zudem auch einen Teil des Programms für eine in dieser Woche geplante China-Reise absagen.

Mehr als 30.000 Mitarbeiter betroffen

An den drei deutschen Standorten Dingolfing, München und Regensburg beschäftigt BMW mehr als 30.000 Mitarbeiter. In Dingolfing werden die 5er-, 6er- und 7er-Baureihe sowie die Limousinen M5 und M6 montiert. An den Standorten München und Regensburg werden die Modelle der 3er-Reihe sowie der 1er BMW produziert. Zusammen werden an beiden Standorten jährlich über 440.000 Autos gebaut. In dem amerikanischen Werk werden die Geländewagen X5 und X6 montiert, im September soll eine Produktionslinie für den kleineren X3 folgen.

Volkswagen hat vorgesorgt

Bei Volkswagen läuft die Produktion nach wie vor uneingeschränkt. Aufgrund der eingeleiteten logistischen Maßnahmen sei die Fertigung bis auf weiteres gesichert, erklärte ein Sprecher. Auch bei Audi sei eine Unterbrechung der Produktion nicht notwendig, noch gebe es keine Beeinträchtigungen, hieß es bei der Volkswagen-Tochter in Ingolstadt. Auch beim Lastwagen-und Dieselmotorenhersteller MAN gibt es nach Auskunft des Unternehmens derzeit keine Probleme in der Fertigung.

Video Erste Maschinen fliegen wieder
Flugausfälle Auswirkungen der Asche-Wolke - nicht nur Verlierer
Rohstoffe Vulkan-Asche schickt Ölpreise auf Talfahrt

t-online.de Shop Gefahren-Warner für den Straßenverkehr
t-online.de Shop Navigationsgeräte zu Top-Preisen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal