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Japans boomende Modekette Uniqlo will nach Deutschland expandieren


Mode  

Japans boomende Modekette Uniqlo nimmt Deutschland ins Visier

17.05.2010, 13:34 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

Japans boomende Modekette Uniqlo will nach Deutschland expandieren. Uniqlo-Store in Japan (Foto: imago)

Uniqlo-Store in Japan (Foto: imago)

Er ist der reichste Mann Japans: Tadashi Yanai, Gründer und Präsident des japanischen Bekleidungskonzerns Fast Retailing. Mit seiner preisaggressiven Modekette Uniqlo, vergleichbar mit der amerikanischen Marke Gap, hat er nicht nur den japanischen Heimatmarkt im Sturm erobert. Jetzt knöpft sich sein Modelabel auch die internationale Konkurrenz vor. "Die höchste Priorität ist, unsere Marke und Unternehmen global zu machen", sagte Yanai im japanischen Wirtschaftsblatt "Nikkei". Schon in den nächsten Jahren will der umtriebige und innovative Manager, der die deutsche Mode-Queen Jil Sander als Design-Beraterin für Uniqlo gewann, die Giganten Gap, Zara und H&M überholen. Einer der anvisierten Märkte ist Deutschland.

Unique Clothing soll innerhalb von drei Jahren in Deutschland eröffnen

Während führende europäische und amerikanische Bekleidungsfilialisten in Japan und anderen Ländern Asiens in die Offensive gehen, will der Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing seinen Wachstumskurs im Ausland beschleunigen. Noch ist nichts entschieden. Doch dass sich der Casualwear-Filialist Uniqlo auch den Deutschen bekanntmachen will, steht fest - auch wenn der Name Uniqlo im Deutschen ein bisschen merkwürdig klingt. Dabei handelt es sich um eine Abkürzung für Unique Clothing. "Wir erwägen den Einstieg in Deutschland", so eine Sprecherin. Einen Zeitplan gebe es noch nicht. Laut "Nikkei" soll es aber innerhalb von drei Jahren so weit sein.

Nichts dem Zufall überlassen: Jil Sander als Beraterin

Auch eine Kooperation mit einem deutschen Modelabel sei möglich, so die Sprecherin. Inwieweit dazu die Zusammenarbeit mit der aus Hamburg stammenden Star-Modedesignerin Jil Sander beiträgt, wollte die Sprecherin indes nicht sagen. Jil Sander entwarf für Uniqlo die Kollektion +J. Als Standort für einen ersten Flagshipstore in Jil Sanders deutscher Heimat ist laut "Nikkei" Berlin im Gespräch.

500 neue Läden pro Jahr

"Wir streben 500 Geschäftseröffnungen pro Jahr an", verriet Yanai Japans führender Wirtschaftszeitung und bezog sich dabei auf die nächsten drei bis fünf Jahre. Uniqlo betreibt derzeit neben rund 800 Läden im Inland weitere rund 140 Läden im Ausland. Seine weltweit größte Filiale will Uniqlo auf der Fifth Avenue in New York eröffnen. Das Gebäude liegt zwischen dem Rockefeller Center und dem Central Park nahe den Flagshipstores von Apple und Tiffany. Die Filiale soll das bislang größte New Yorker Uniqlo-Geschäft im Stadtteil Soho mit seinen 3600 Quadratmetern Verkaufsfläche noch deutlich übertreffen.

Spanien, Brasilien, Mexiko und Argentinien nächste Ziele

Neben einem Einstieg in den deutschen Markt will der Mutterkonzern Fast Retailing laut "Nikkei" in den nächsten drei Jahren auch in Madrid und Barcelona Stores eröffnen und plant zudem innerhalb der nächsten zehn Jahre auch in die Märkte in Brasilien, Mexiko und Argentinien vorzudringen. Den Umsatz im Ausland will das Unternehmen im laufenden Jahr auf zehn Prozent des Gesamtkonzerns steigern. Bis 2015 soll er jedoch laut "Nikkei" den Inlandsanteil übertreffen.

Geruchsminimierende Hightech-Textilien sorgen für Umsatz

Fast Retailing hatte im April seine Prognose für das noch bis 31. August laufende Geschäftsjahr angehoben und rechnet jetzt mit einem Anstieg des Nettogewinns um 43 Prozent zum Vorjahr auf 71 Milliarden Yen. Dazu tragen Verkaufsschlager wie Uniqlos wärmende Heattech-Textilien bei. Das Material generiert und speichert Wärme, minimiert Körpergeruch und bleibt gleichzeitig in Form. Der Umsatz soll im laufenden Geschäftsjahr um 22 Prozent auf 834 Milliarden Yen steigen.

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