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Finanzkrise: "Bad Bank" der WestLB hat Arbeit für Jahre


Finanzkrise  

"Bad Bank" der WestLB hat Arbeit für Jahre

21.05.2010, 19:05 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Finanzkrise: "Bad Bank" der WestLB hat Arbeit für Jahre. Erste Abwicklungsanstalt: die "Bad Bank" der WestLB legt los (Foto: dpa)

Erste Abwicklungsanstalt: die "Bad Bank" der WestLB legt los (Foto: dpa)

Die erste "Bad Bank" Deutschlands ist für die nächste Zeit gut beschäftigt, nachdem sie milliardenschwere Probleme der WestLB bewältigen muss. Als Etappenziel der Ersten Abwicklungsanstalt nannten die Vorstände Matthias Wargers und Markus Bolder am Freitag in Düsseldorf eine Halbierung der Bilanzsumme von jetzt etwa 52 Milliarden Euro innerhalb von vier Jahren. Das von der WestLB übernommenen Paket an Krediten, Anleihen und Verbriefungen solle zwar zügig, aber auch bestmöglich verwertet werden. So könnten Unternehmensanleihen je nach Marktpreis verkauft oder bis zur Fälligkeit gehalten werden. Anderseits sei man auch nicht unter Druck, an Schnäppchenjäger verkaufen zu müssen.

"Bad Bank" will keine "Bad Bank" sein

"Der Begriff 'Bad Bank' ist nicht zutreffend, weil wir keine Bank sind und nicht alles bad (schlecht) ist", betonte Wargers. Die Erste Abwicklungsanstalt sehe sich als Vermögensverwalter. Dank der milliardenschweren Garantien des Landes Nordrhein-Westfalen und der NRW-Sparkassen könne man sich günstig am Kapitalmarkt refinanzieren. "Wir sind bestens für die Aufgaben ausgestattet." Dabei verwies der Vorstand auch auf die drei Milliarden Euro Eigenkapital.

Bewertungen können sich noch ändern

Bei den strukturierten Wertpapieren, die im Dezember 2009 zum Buchwert von 6,2 Milliarden Euro von der WestLB übernommen wurden, sei eine größere Wertberichtigung nicht auszuschließen. Dies sei eingeplant und könne die Abwicklungsanstalt mit ihren "Polstern" verkraften. Die Erste Abwicklungsanstalt stelle derzeit die Bilanz für ein Rumpfgeschäftsjahr vom 11. Dezember 2009 (Gründung) bis 30. Juni 2010 auf.

"Keine Panikverkäufe"

In dem von der WestLB übernommenen Paket an Papieren gebe es sowohl Wertaufholungspotenzial als auch Risiken. Der überwiegende Teil der Papiere sei unproblematisch. Bolder betonte: "Was wir auf keinen Fall machen werden, sind Panikverkäufe." Der schwache Euro sei kein Problem, etwa 40 bis 43 Prozent des Gesamtpaketes seien Papiere in Dollar. Bei den griechischen Staatsanleihen sehe die Abwicklungsanstalt derzeit keinen Handlungsbedarf. Die WestLB hat der Abwicklungsanstalt den Großteil ihrer griechischen Staatsanleihen übertragen, deren Gesamthöhe auf eine Milliarde Euro geschätzt wird.

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