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Oetker-Gruppe mit stärkstem Umsatzeinbruch der Geschichte


Lebensmittel  

Oetker-Gruppe mit stärkstem Umsatzeinbruch der Geschichte

23.06.2010, 13:07 Uhr | apn, dpa, t-online.de, dapd, dpa

Oetker-Gruppe mit stärkstem Umsatzeinbruch der Geschichte. Richard Oetker, der persönlich haftende Gesellschafter der Dr. August Oetker KG (Foto: dpa)

Richard Oetker, der persönlich haftende Gesellschafter der Dr. August Oetker KG (Foto: dpa)

Das Bielefelder Familienimperium Oetker hat im Krisenjahr 2009 massiv unter der weltweiten Konjunkturflaute gelitten: Der Konzern hat den stärksten Umsatzrückgang der Unternehmensgeschichte erlitten. Während die Geschäfte mit Pizza und Sekt trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen florierten, brach der Umsatz bei der konzerneigenen Reedereigruppe Hamburg Süd um fast 30 Prozent ein. Angaben zu Gewinnen und Verlusten macht die Gruppe traditionell nicht.

Unter dem Strich sank der Umsatz der Oetker-Gruppe dadurch um 13,9 Prozent auf rund acht Milliarden Euro, wie der persönlich haftende Gesellschafter Richard Oetker in Bielefeld mitteilte. Dennoch sei das erzielte Ergebnis "insgesamt zufriedenstellend". Das größte Sorgenkind war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Schifffahrtssparte, auf die immerhin 40 Prozent der Konzernumsätze entfallen. Hier sank der Umsatz um mehr als 28 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro.

Sie litt sowohl unter dem weltweit gesunkenen Frachtaufkommen, als auch unter den gesunkenen Frachtraten. Unter dem Strich brach hier der Umsatz um 28,3 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro ein. Umsatzeinbußen in Höhe von 3,6 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro musste Oetker auch im Geschäft mit Bier und alkoholfreien Getränken hinnehmen. Hier litt das Unternehmen sowohl darunter, dass die Bundesbürger in der Krise weniger oft ihr Bier in der Kneipe oder im Restaurant tranken, als auch unter den Preiskämpfen im Einzelhandel.

"Beste Vorraussetzungen für kontrolliertes Wachstum"

Das "klassische" Geschäft mit Backpulver, Fertigpizza und anderen Nahrungsmitteln florierte dagegen auch in der Krise und legte um 5,7 Prozent auf mehr als 21 Milliarden Euro zu. Und auch die Sparte Sekt, Wein und Spirituosen glänzte mit einem Umsatzplus von 5,9 Prozent auf 628 Millionen Euro. Insgesamt habe sich die Oetker-Gruppe aber im schwierigen Jahr 2009 "durchaus ordentlich gehalten", meinte August Oetker. Inzwischen blickt das Unternehmen ohnehin wieder optimistischer in die Zukunft. Der Jahresauftakt 2010 sei besser verlaufen als im Vorjahr. "Derzeit liegen alle Firmen im Rahmen ihrer Umsatzplanungen", sagte Finanzchef Ernst Schröder. Der Manager betonte: "Die Oetker-Gruppe hat beste Voraussetzungen für weiteres kontrolliertes Wachstum." Denn sie sei stabil finanziert und könne ihre Marktstrategie unabhängig von den Finanzmärkten umsetzen.

Unterm Strich stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,8 Prozent auf rund 24.500. Die Investitionen sanken um mehr als 46 Prozent auf 445 Millionen Euro. Bei der Reederei Hamburg Süd wurde mehr als zwei Drittel weniger investiert als im Jahr davor. Trotz Sparmaßnahmen in Höhe von 300 Millionen Euro rutschte die Sparte in die roten Zahlen.

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