Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

DIW erhöht Wachstumsprognose für 2010 leicht


Konjunktur  

DIW erhöht Wachstumsprognose für 2010 leicht

01.07.2010, 11:42 Uhr | dpa , apn, dpa, dapd

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Wachstumsprognose für dieses Jahr leicht erhöht. Es erwartet für Deutschland nun eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,9 Prozent. Im April war es noch von 1,7 Prozent ausgegangen. Zugleich reduzierte das DIW seine Wachstumserwartung für 2011 von 1,8 auf 1,7 Prozent. "Die Wirtschaft kommt langsam wieder in Schwung, aber die treibende Kraft ist wieder einmal die Auslandsnachfrage", sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann am Mittwoch. Die Inlandsnachfrage sei schwach, da die Menschen wegen der Schuldenkrise verunsichert seien.

Zimmermann kritisierte, die internationale Politik komme mit der Finanzmarktregulierung nicht in die Gänge. Das G20-Gipfeltreffen in Toronto sei "eine weitere verpasste Gelegenheit gewesen, die Märkte stärker in die Verantwortung zu nehmen". Die in Kanada beschlossene Selbstverpflichtung der Industrieländer, ihre Defizite bis 2013 zu halbieren, begrüßte er. Es bleibe aber abzuwarten, wie viel davon verwirklicht werde.

Keine schuldenfinanzierten Konjunkturprogramme

Das Wirtschaftswachstum gebe genug Spielraum, um die Staatsfinanzen auf einen tragfähigen Kurs zu bringen. Forderungen nach einer Ausdehnung der schuldenfinanzierten Konjunkturprogramme wies Zimmermann zurück. DIW-Konjunkturchef Christian Dreger ergänzte, der Sparkurs dämpfe zwar den privaten Verbrauch. Es müsse aber jede Gelegenheit genutzt werden, um den Staatshaushalt zu konsolidieren. Das Sparpaket gehe nicht weit genug, um die Schulden wieder in den Griff zu bekommen. "Auch um Steuererhöhungen werden wir nicht herum kommen", meinte Dreger.

Inlandsnachfrage wird schwächeln

Nach dem harten Winterhalbjahr falle das Wachstum in diesem Sommer kräftig aus, da vor allem im Bauwesen erheblicher Nachholbedarf besteht. "Wir gehen für das zweite Quartal von einem saisonbereinigten Produktionswachstum von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal aus", erklärte DIW-Konjunkturexperte Ferdinand Fichtner. Nach dem Abklingen dieser Effekte werde die Inlandsnachfrage aber zu schwach sein, um in der zweiten Jahreshälfte für hohes Wachstum zu sorgen. "Nur auf die Exporte zu setzen reicht eben nicht aus", erläuterte Fichtner.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal