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Irreführende Werbung: Aldi weist Vorwürfe des Bäckerverbandes zurück


Irreführende Werbung  

Aldi weist Vorwürfe des Bäckerverbandes zurück

20.07.2010, 13:36 Uhr | AFP, AFP

Irreführende Werbung: Aldi weist Vorwürfe des Bäckerverbandes zurück. Aldi Süd stattet seine 1780 Filialen in Süd- und Westdeutschland nach und nach mit Backautomaten aus (Foto: dpa)

Aldi Süd stattet seine 1780 Filialen in Süd- und Westdeutschland nach und nach mit Backautomaten aus (Foto: dpa)

Nach einer Klage der deutschen Bäcker gegen seine neuen Backautomaten hat Aldi die Vorwürfe zurückgewiesen, die Verbraucher getäuscht zu haben. In den Backautomaten finde anders als von den Bäckern behauptet sehr wohl "ein Backvorgang statt", erklärte eine Sprecherin des Discounters gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Von einer bloßen 'Bräunung' der Ware kann nicht gesprochen werden."

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hatte in den vergangenen Tagen eine Klage gegen Aldi Süd wegen irreführender Werbung für Brot und Brötchen aus den neuen Backautomaten auf den Weg gebracht. Die Bäcker werfen dem Discounter vor, dieser backe in den Backautomaten Brote und Brötchen nicht wirklich, sondern wärme sie nur auf oder bräune sie. Daneben vertreten die Bäcker die Ansicht, dass Aldi in einzelnen Brotsorten nicht die üblichen Mindestmengen von Mehl und Getreide verwendet.

Zu wenig Mehl und Getreide im Aldi-Brot?

Aldi wies aber auch diesen Vorwurf zurück. Entscheidend für die Angaben zum Mehl- und Getreideanteil in den Backwaren sei "nämlich nicht der Anteil des Mehls im Endprodukt, sondern die Gesamtmenge des verwendeten Getreides und/oder der Getreideerzeugnisse". Hier erfülle Aldi die Anforderungen. Früheren Angaben von Aldi-Anwälten zufolge sinkt der Mehl-Anteil beim Backen von Brot und Brötchen durch den Verlust von Flüssigkeit.

Der Discounter warb damit, dass sein Roggenmischbrot aus den Backautomaten 34 Prozent Roggenmehl enthält, das Dinkelvollkornbrot 42 Prozent. Die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuches sehen für Roggenmischbrot einen Roggenmehlanteil zwischen 50 und 90 Prozent vor, für Dinkelvollkornbrot einen Anteil von mindestens 90 Prozent Dinkelerzeugnissen.

Backautomaten für Kunden nicht sichtbar

Aldi Süd ist seit Monaten dabei, den Markt für Backwaren neu aufzurollen und stattet seine 1780 Filialen in Süd- und Westdeutschland nach und nach mit Backautomaten aus. Der Discounter bietet dort ofenwarmes Brot und Brötchen zu vergleichsweise günstigen Preisen an, Brötchen etwa kosten 15 Cent. Kunden müssen an den sogenannten Backshops in den Filialen auf einen Knopf drücken, kurze Zeit später kommt dann die warme Ware. Die Backautomaten selbst sind außerhalb der Verkaufsräume und für Kunden nicht sichtbar. Brot und Brötchen kommen vom Bäckereikonzern Lieken.

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