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Quartalszahlen: Atomstreit belastet RWE-Ausblick

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Atomstreit belastet RWE-Ausblick

26.10.2010, 15:42 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX

Quartalszahlen: Atomstreit belastet RWE-Ausblick. RWE profitierte im ersten Halbjahr vor allem von seinem Kraftwerksgeschäft (Foto: dpa)

RWE profitierte im ersten Halbjahr vor allem von seinem Kraftwerksgeschäft (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Die Geschäfte von RWE florieren. Dank der Konjunkturerholung sowie der Integration des im vergangenen Jahr gekauften niederländischen Energiekonzerns Essent konnte der zweitgrößte deutsche Energiekonzern seinen Gewinn im ersten Halbjahr deutlich steigern. Aufgrund der geplanten Brennelementesteuer stellt das Unternehmen allerdings seine mittelfristigen Ziele auf den Prüfstand. "Eine solche Steuer würde unsere Ertragskraft erheblich schmälern - und damit auch den finanziellen Spielraum für Investitionen in erneuerbare Energien, CO2-arme Kraftwerke und zukunftsfähige Netze", sagte Vorstandschef Jürgen Großmann. Nun steht offenbar auch die Dividende auf der Kippe. Das verschreckt einige Anleger, die sich von RWE-Papieren trennen.

Brennelementesteuer brächte erhebliche Belastungen

Die Politik stehe im Wort, klare Aussagen zur Zukunft der Kernenergie in Deutschland zu treffen und sie in ein tragfähiges Energiekonzept einzubinden. "Dies ist für unsere langfristig angelegten Investitionen zwingend erforderlich." RWE rechnet wegen der geplanten Brennelementesteuer mit jährlichen Belastungen von einer Milliarde Euro. Und das bringt die mittelfristigen Ziele des Energieriesen in Gefahr. RWE hatte bislang eine jährliche Gewinnsteigerung von fünf bis zehn Prozent in Aussicht gestellt.

Auch die Dividende steht wegen der Steuer auf der Kippe. RWE hatte seinen Aktionären eine Ausschüttung von 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Nettoergebnisses versprochen und zugesagt, die Ausschüttung bis 2013 mindestens stabil zu halten. Zudem überprüft der Konzern nach eigenen Angaben nun seine geplanten Milliardeninvestitionen.

RWE steigert Gewinn deutlich

Augenblicklich läuft für die Essener allerdings alles wie am Schnürchen. So stieg das betriebliche Ergebnis um 21,4 Prozent auf fast fünf Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 12,2 Prozent auf 27,4 Milliarden Euro zu. Das für die Dividendenberechnung wichtige um Sondereffekte bereinigte sogenannte nachhaltige Nettoergebnis stieg um fast ein Viertel auf 2,7 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern klar die Erwartungen von Analysten. Unterm Strich musste RWE allerdings einen Rückgang von acht Prozent auf zwei Milliarden Euro hinnehmen. Dies lag unter anderem an einer höheren Zinsbelastung.

Wachstumstreiber war vor allem das Kraftwerksgeschäft. So waren die beiden Atommeiler in Biblis länger als im Vorjahr am Netz. Dagegen schwächelte nach einem starken Ergebnis im Vorjahr die Handelssparte. Auch die gesunkenen Gaspreise machten RWE zu schaffen. Die hohen Wachstumsraten von Januar bis Juni ließen sich allerdings nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen. So werde sich der Konsolidierungseffekt von Essent abschwächen, da die Niederländer bereits seit Herbst 2009 zu RWE gehören. Auch in Osteuropa werde die Wachstumsdynamik nachlassen. Seine Prognose für die Ökostrom-Sparte Innogy senkte der Konzern, weil in diesem Jahr bislang der Wind nicht so stark wie erwartet wehte.

RWE erhöht seine Prognose nicht

Deshalb bleibt RWE vorsichtig und hält trotz des starken ersten Halbjahrs an seiner vergleichsweise vorsichtigen Prognose für das laufende Jahr fest. Demnach will der Versorger das betriebliche Ergebnis und das nachhaltige Nettoergebnis um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Im vergangenen Jahr hatte RWE trotz der Wirtschaftskrise seinen Betriebsgewinn um 3,9 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro gesteigert, der bereinigte Überschuss stieg um 4,9 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

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