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Netzwerkausrüster Cisco trotz hoher Gewinne skeptisch


Vorsichtiger Ausblick  

Netzwerkausrüster Cisco trotz hoher Gewinne skeptisch

13.08.2010, 10:18 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Netzwerkausrüster Cisco trotz hoher Gewinne skeptisch. Cisco stattet Unternehmen mit Geräten für Datenverkehr aus (Foto: Reuters)

Cisco stattet Unternehmen mit Geräten für Datenverkehr aus (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco hat sein jüngstes Quartal zwar mit kräftigen Zuwächsen bei Gewinn und Umsatz abgeschlossen, zeigt sich beim Blick in die Zukunft aber skeptisch. Der Markt sende "gemischte Signale" aus, sagte Cisco-Chef John Chambers. Die Aktie verlor nachbörslich 7,9 Prozent an Wert.

Gewinnsprung dank starker Nachfrage aus Schwellenländern

In dem Ende Juli abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal kletterte der Umsatz um 27 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar (8,4 Milliarden Euro). Vor allem aus den Schwellenländern kamen viele neue Aufträge herein. Auch die deutschen Kunden bestellten mehr. Der Nettogewinn sprang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 79 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. Chambers sprach im kalifornischen San Jose von einem weiteren starken Quartal.

Barometer für Investitionsbereitschaft von Unternehmen

Cisco stellt Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Cisco-Technik steckt in den meisten Firmen-Netzwerken und sorgt dafür, dass das weltumspannende Internet läuft. Die Geschäftszahlen des Konzerns spiegeln damit die Investitionsbereitschaft in verschiedensten Branchen wider.

In der Wirtschaftskrise hatten Unternehmen ihre IT-Ausgaben drastisch zurückgefahren, deshalb hatten sie zuletzt Nachholbedarf. Cisco profitierte kräftig davon, der Marktanteil des Unternehmens wuchs. Zusätzliches Geschäft kam durch den Ausbau der Netze, etwa für Videokonferenzen oder Film-Downloads. "Wir werden weiter aggressiv in neue Gebiete vordringen", sagte Firmenchef Chambers.

Cisco-Chef und Marktforscher rechnen mit Verlangsamung des Wachstums

Chambers geht davon aus, dass sein Konzern im laufenden ersten Geschäftsquartal um maximal 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum wächst - und damit deutlich weniger als zuletzt.

Der Marktforscher Gartner rechnet damit, dass die Ausgaben der Unternehmen für neue IT in diesem Jahr lediglich um 2,9 Prozent steigen. Anfang des Jahres war Gartner noch von einem Zuwachs von 4,1 Prozent ausgegangen.

2000 neue Arbeitsplätze

Cisco hat sich zuletzt als Jobmotor erwiesen. Allein im vierten Quartal kamen 2000 neue Stellen hinzu, wie Chambers ausführte. Damit dürfte Cisco die Marke von 70.000 Mitarbeitern durchbrochen haben.

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