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Salzgitter kehrt in die Gewinnzone zurück


Stahlhersteller  

Salzgitter kehrt in die Gewinnzone zurück

12.08.2010, 15:47 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Salzgitter kehrt in die Gewinnzone zurück. Stahlhersteller Salzgitter schreibt wieder schwarze Zahlen (Foto: dpa)

Stahlhersteller Salzgitter schreibt wieder schwarze Zahlen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Nach sechs verlustreichen Quartalen in Folge ist der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter zwischen April und Juni wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dabei profitierte der Konzern von der sich stark erholenden Konjunktur. Insbesondere der Aufschwung der Autokonzerne, an die Salzgitter einen Großteil des Stahls liefert, half der im MDAX notierten Gesellschaft. Zugleich äußerte sich der Vorstand für den weiteren Jahresverlauf optimistischer als zuletzt. Die Aktie fiel trotzdem, denn das Zahlenwerk habe keine positiven Überraschungen geboten, hieß es im Handel.

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Vor Steuern verdienten die Niedersachsen zwölf Millionen Euro, unter dem Strich stand ein Gewinn von 9,8 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr war der Konzern wegen der Wirtschaftskrise tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Verbesserung im zweiten Quartal machte aber noch nicht den schwachen Jahresauftakt wett, so dass in der Halbjahresbilanz weiterhin ein Verlust stand.

Ausgelastete Werke stimmen Salzgitter optimistisch

Der Auftragseingang und die Auslastung der Werke stimmt den Vorstand den Angaben zufolge optimistischer als noch zur Hauptversammlung vor zwei Monaten. Dem Unternehmen sei es gelungen, in den neuen Verträgen mit den Kunden einen Großteil der Rohstoff-Preiserhöhungen weiterzugeben.

Vor diesem Hintergrund hält das Unternehmen nun ein positives Vorsteuerergebnis wieder für möglich. Nach den im April von den Bergbaukonzernen durchgesetzten massiven Preissteigerungen hatte das Management lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis für realistisch erklärt. Der Ausblick sei aber weiter unsicher, hieß es. Vor allem die Schwankungen bei den Beschaffungskosten könnten massive Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

Stahlsparte dürfte im Minus bleiben

Die derzeitige leichte Abschwächung der Stahlnachfrage sei saisonal bedingt und werde sich nach der Sommerpause auflösen, erklärte Salzgitter. Das werde allerdings wohl nicht reichen, um den Verlust der Stahlsparte aus der ersten Jahreshälfte auszugleichen. Dagegen erwartet der Konzern in seinem Handelsgeschäft ein starkes Ergebnis.

Pipeline-Auftrag kommt Salzgitter teuer zu stehen

Geschwächt zeigt sich die Röhrensparte. Sie wird nur mit einem ausgeglichenen Ergebnis erwartet. Dank eines ersten Großauftrags zum Bau der Ostseepipeline war diese Sparte der Stabilisator im Krisenjahr 2009. Doch der prestigeträchtige Folgeauftrag für den zweiten Pipelinestrang kommt Salzgitter nun teuer zu stehen. Vereinbart ist ein Festpreis. Wegen der gestiegenen Rohstoffpreise rechnet Salzgitter nun mit einem Verlustgeschäft. Im ersten Halbjahr verbuchte das Management für die drohenden Verluste aus diesem Auftrag 13,2 Millionen Euro Rückstellungen.

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