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Landesbanken: BayernLB und WestLB prüfen Zusammenschluss


Landesbanken  

BayernLB und WestLB prüfen Zusammenschluss

20.09.2010, 21:50 Uhr | afp, dpa-afx, dpa-AFX, AFP

Die von der Finanzkrise schwer getroffenen Landesbanken von Bayern und Nordrhein-Westfalen, BayernLB und WestLB, wollen sich zusammenschließen. Die Vorstände beider Institute würden "in den nächsten Monaten" ein Zusammengehen prüfen, teilten BayernLB und WestLB in einer gemeinsamen Erklärung mit. Es müsse untersucht werden, wie die Banken künftig unter einem Dach strategisch aufgestellt werden könnten, und Chancen und Risiken eines Zusammenschlusses geprüft werden. Ob die Gespräche am Ende tatsächlich zum Erfolg führten, sei derzeit offen.

Ziel sei, sich "bis zum Jahresende" darauf zu verständigen, ob eine Fusion der Landesbanken "betriebswirtschaftlich sinnvoll" sei, teilten die Institute mit. Das Ergebnis der Prüfung werde dann den zuständigen Gremien zur Entscheidung vorgelegt. BayernLB und WestLB gingen davon aus, dass die Sparkassen als Miteigentümer, die Bundesregierung, der staatliche Bankenrettungsfonds SoFFin und die EU-Kommission die Prüfung des Zusammenschlusses "konstruktiv" begleiteten.

Für die WestLB wird unabhängig davon Ende September der Verkaufsprozess beginnen. Nach den Auflagen der europäischen Wettbewerbshütern für die Garantien der WestLB-Eigentümer muss sie bis Ende kommenden Jahres mehrheitlich in neue Hände kommen. WestLB-Chef Dietrich Voigtländer verwies darauf, dass sich die nordrhein-westfälische Landesbank von Altlasten befreit habe und dass sie Vorreiter bei der Landesbanken-Konsolidierung sein wolle. Aus der Fusion von WestLB und BayernLB könnte ein starker Unternehmensfinanzierer entstehen. BayernLB-Chef Gerd Häusler erklärte in der gemeinsamen Mitteilung, es werde eine gemeinsame Universalbank geprüft, die zudem Dienstleister für Sparkassen sein soll.

Finanzkrise schwächte Landesbanken

Bayern LB und WestLB sind durch die Finanzkrise schwer in Bedrängnis geraten. Die Bayerische Landesbank erhielt deswegen eine Finanzspritze von sieben Milliarden Euro vom Freistaat und Garantien vom Bund über 15 Milliarden Euro. Auch die WestLB wurde durch Milliarden vom Staat gerettet und richtete als erste deutsche Bank eine sogenannte Bad Bank ein, also eine Sammelstelle für risikoreiche Wertpapiere, welche die Bank in der Finanzkrise in Schwierigkeiten gebracht hatten.

Im Juni wurde der frühere CDU-Finanzexperte Friedrich Merz damit beauftragt, die WestLB zu verkaufen. Hintergrund des Verkaufs der WestLB sind Auflagen der EU im Zusammenhang mit den Staatshilfen zur Rettung des Instituts. Der Verkauf soll demnach bis spätestens Ende 2011 über die Bühne gehen.

Die Politik diskutiert schon seit Jahren über einen Zusammenschluss verschiedener Landesbanken. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte erst am Wochenende gefordert, künftig solle es anstelle von momentan noch acht nur noch zwei Landesbanken geben. Die Institute sind weitgehend im Besitz der Bundesländer und Sparkassen. Ihre Aufgabe ist insbesondere die Förderung der Wirtschaft in den Regionen.

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