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Superjet 100 meistert seinen Jungfernflug


Erster Linien-Superjet meistert seinen Jungfernflug

04.11.2010, 17:24 Uhr | cs mit dpa, t-online.de, dpa

Superjet 100  meistert seinen Jungfernflug. Der russische Superjet 100 bei seinem Jungfernflug (Foto: dpa)

Der russische Superjet 100 bei seinem Jungfernflug (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der erste zur Auslieferung bestimmte Superjet 100 hat seinen Jungfernflug erfolgreich beendet. Das russische Mittelstrecken-Flugzeug hob beim Produktionsstandort Komsomolsk am Amur rund 7000 Kilometer östlich von Moskau zu einem dreistündigen Flug ab. Das teilte der zur staatlichen Holding UAC gehörende Hersteller Suchoi nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit. Bei dem Superjet 100 handelt es sich um das erste moderne Flugzeug seit Sowjetzeiten.

"Dieser Flug ist ein Meilenstein in der Umsetzung des Superjet-100-Programms", sagte Suchoi-Chef Wladimir Prissjaschnuk. Bei dem Testflug hätten alle Systeme fehlerlos gearbeitet. Die nächste Prüfung werde in Moskau erfolgen. Der Flieger soll noch in diesem Jahr an die armenische Fluggesellschaft Armavia ausgeliefert werden. Insgesamt liegen für den Superjet 100 bislang 161 Bestellungen vor.

Konkurrenz für Bombardier und Embraer

Die zweistrahlige Maschine mit bis zu 95 Plätzen und einer Reichweite von 4500 Kilometern war im September 2008 in Produktion gegangen. Sie löst die Modelle Tu-134 und Jak-42 ab. Die Tu-134 wird seit 1967, die Jak-42 seit 1980 gebaut.

Bei ihrem ersten Konstruktionsversuchs eines modernen Flugzeugs vertrauen die Russen aber nicht nur auf heimische Technik. So steckt in dem Mittelstreckenflugzeug auch westliches Know-how. Der in Kooperation mit Boeing sowie europäischen Unternehmen entwickelte Superjet soll auf dem Weltmarkt den Branchenriesen Bombardier (Kanada) und Embraer (Brasilien) Konkurrenz machen. Ziel von Suchoi ist, bis etwa 2025 rund 10 Prozent des Weltmarktes zu kontrollieren. Allerdings kam es immer wieder zu Pannen vor allem mit den Triebwerken

Mittelstreckenflugzeug zum Kampfreis

Der Stückpreis soll bei 30 Millionen US-Dollar (rund 21 Millionen Euro) und damit unter denen vergleichbarer Modelle westlicher Hersteller liegen. Pro Jahr will Suchoi laut früheren Angaben 70 Maschinen verkaufen. Regierungschef Wladimir Putin hatte in seiner Amtszeit als Präsident (2000-2008) die Wiedergeburt des zivilen Flugzeugbaus zu einer Priorität der Industriepolitik erklärt. Die Krise in den 1990er Jahren hatte die russische Flugzeugindustrie an den Rand des Ruins gebracht. Während zu Sowjetzeiten etwa 100 Passagiermaschinen jährlich verkauft wurden, waren es zeitweise weniger als 10. Erste Kunden sind die russische Aeroflot, die zwei Maschinen erhalten soll, und die armenische Fluggesellschaft Armavia, die ein Flugzeug bekommt.

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