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HeidelbergCement droht Kartellstrafe


Zementbranche  

HeidelbergCement droht Kartellstrafe

11.12.2010, 12:37 Uhr | dpa-AFX, mash, t-online.de, dpa-AFX

Die Brüsseler Wettbewerbshüter schreiten erneut zur Tat: Sie haben ein Kartellverfahren gegen HeidelbergCement und weitere Zementfirmen eröffnet und ließen Razzien in zehn EU-Ländern durchführen. Die Zementhersteller sollen verbotene Preisabsprachen getroffen haben. Die Kommission informierte HeidelCement über die Vorwürfe, wie das Unternehmen mitteilte. Die Firma geht davon aus, den Verdacht widerlegen zu können. Die Aktie gab kräftig nach.

Preisabsprachen und Handelsbeschränkungen

Die EU-Kommission hat insgesamt gegen acht Zementfirmen ein Verfahren wegen des Verdachts wettbewerbswidriger Praktiken in den Märkten für Zement und verwandten Produkte eingeleitet. Brüssel verdächtigt die Unternehmen, den Import und Export beschränkt, die Märkte aufgeteilt und die Preise für Zement und Zementprodukte abgesprochen zu haben.

Die im DAX notierten HeidelbergCement-Aktien verloren deutlich an Wert und gaben im Handelsverlauf kräftig nach. Damit waren sie Schlusslicht im Leitindex, der um 0,6 Prozent zulegte. Norbert Kretlow, Analyst bei der Commerzbank, zeigte sich nicht wirklich überrascht. Es sei schon länger bekannt, dass die EU-Kommission dem Thema nachgehe. Dennoch dürfte es für zusätzliche Unsicherheit am Markt sorgen.

Bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes an Strafe

Sollte die EU-Kommission die Firmen für schuldig halten, drohen ihnen Bußgelder von bis zu zehn Prozent ihres Jahresumsatzes. "Die Einleitung einer Untersuchung bedeutet nicht, dass Kartellverstöße bereits erwiesen sind", teilte die Kommission mit. In der EU sind Absprachen zum Schaden von Wettbewerbern oder Verbrauchern verboten.

Bereits im November 2008 wurden erste Untersuchungen in dieser Angelegenheit durchgeführt. HeidelbergCement zitiert die Kommission mit den Worten: "Die Tatsache, dass die Kommission das Verfahren einleitet, bedeutet nicht, dass ihr schlüssige Beweise für die Zuwiderhandlungen vorliegen, sondern nur, dass sie die Sache vorrangig behandeln wird." Die Heidelberger arbeiten mit der EU-Kommission zusammen. HeidelbergCement geht davon aus, den Verdacht widerlegen zu können.

HeidelCement musste schon einmal Kartellstrafe zahlen

In der Vergangenheit musste die Branche bereits Kartellstrafen bezahlen: 1994 hatte die EU-Kommission Kartellstrafen gegen Zementhersteller verhängt, darunter Dyckerhoff, HeidelbergCement sowie Alsen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte die Rekordgeldbuße gegen das Kartell aus 42 Unternehmen und Verbänden der Zementbranche später auf rund 110 Millionen Euro mehr als halbiert. Die Kommission hatte den Firmen vorgeworfen, mehr als zehn Jahre lang die Märkte untereinander aufgeteilt zu haben

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