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Größtes Ökoflugzeug der Welt wird in Zweibrücken gebaut


Flugzeugbau  

Größtes Ökoflugzeug der Welt wird in Zweibrücken gebaut

20.12.2010, 12:01 Uhr | dpad, dapd

Größtes Ökoflugzeug der Welt wird in Zweibrücken gebaut. So soll das Brennstoffzellen-Flugzeug aussehen (Bild: Lange Aviation GmbH)

So soll das Brennstoffzellen-Flugzeug aussehen (Bild: Lange Aviation GmbH)

Eine Firma aus dem pfälzischen Zweibrücken baut nach einem Zeitungsbericht das leistungsstärkste Brennstoffzellen-Flugzeug der Welt. Der mit Wasserstoff betriebene Öko-Flieger namens "Antares H3" habe eine Reichweite von 6000 Kilometern und könne sich mehr als 50 Stunden in der Luft halten, wie die "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht meldet. Mit diesen Kenndaten übertreffe das Flugzeug mit einer Spannweite von 23 Metern alle anderen Prototypen.

Serienproduktion geplant

Ende kommenden Jahres wolle das Unternehmen "Lange Aviation GmbH" den Brennstoffzellen-Flieger fertig gebaut haben, zitierte die Zeitung den Firmenchef Axel Lange. Im Falle erfolgreicher Tests solle der Minijet dann in Serie produziert werden. Unterstützt wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Auch das Bundesverkehrsministerium beteiligt sich dem Bericht zufolge mit zwei Millionen Euro an der Finanzierung des Prototyps.

Einsatz bei Passagiermaschinen eher unwahrscheinlich

Ein Einsatz der Brennstoffzellen in Passagiermaschinen sei jedoch wegen der geringen Leistung der Zellen unwahrscheinlich, sagten Fachleute dem Blatt. Die Wasserstoff-Maschine habe dennoch große Chancen, etwa bei unbenannten Luftfahrzeugen, sagte Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt. Dort tue sich "eine Multimilliardenmarkt" auf. Das Flugzeug könnten beispielsweise in empfindlichen Ökosystemen zum Einsatz kommen, denn es sei wesentlich leichter als Motorsegler mit Verbrennungsmotoren.

Firmenchef Axel Lange erklärte, an Bord des Fliegers werde Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt, ausgestoßen werde lediglich Wasser. "So sauber, dass sie es trinken können", unterstrich er. Als mögliche Einsatzbereiche nannte er Klimabeobachtung, Erdbebenvorhersage, Küstenwache, Brandbekämpfung oder das Rettungswesen.

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