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Konsumklima: Leichter Kaufrückgang im Dezember

GfK-Konsumklima  

Konsumklima in Deutschland weiter stabil

22.12.2010, 09:58 Uhr | oca, dpa, dapd, dapd, dpa, t-online.de

Konsumklima: Leichter Kaufrückgang im Dezember. Der GfK-Konsumklimaindex kühlt leicht ab (Foto: imago)

Der GfK-Konsumklimaindex kühlt leicht ab (Foto: imago)

Das starke Wirtschaftswachstum hat die Verbraucherstimmung in Deutschland trotz eines leichten Rückgangs weiter stabil gehalten. "Das Konsumklima legt eine Verschnaufpause ein", teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg mit. Obwohl die rund 2000 Befragten die konjunkturelle Entwicklung nicht mehr ganz so positiv einschätzten wie noch vor einem Monat, sehen sie die deutsche Wirtschaft weiter klar auf Wachstumskurs. Für das kommende Jahr sehen die Experten mindestens ein Prozent Wachstum beim Privatkonsum.

Für Januar ermittelten die Nürnberger Marktforscher einen Gesamtindikator von 5,4 Punkten, nach 5,5 Punkten im Dezember. "Das nach wie vor stabile Niveau des Indikators deutet darauf hin, dass der private Konsum für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland eine zunehmend wichtigere Rolle spielen wird und sich neben dem Export zu einer zweiten wichtigen Säule entwickeln kann", hieß es. Damit werde der gegenwärtige Aufschwung auf eine breitere und sichere Basis gestellt. 2011 soll laut GfK "ein noch besseres Konsumjahr" werden.

Rückgang erstmals nach sechs Monaten

Im Dezember ging die Konjunkturerwartung nach einem sechs Monate andauernden, steilen Anstieg erstmals wieder leicht zurück. Dies signalisiere, dass die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Verbraucher weiter klar auf Erholungskurs ist, die große Dynamik der letzten Monate aber nicht ganz beibehalten werden könne, erläuterte die GfK.

Auch bei der Einkommenserwartung gab es moderate Verluste, sie liegt aber weiterhin über dem Oktoberwert. Die positive Einschätzung der Entwicklung der eigenen Einkünfte sei berechtigt, urteilten die Marktforscher. Löhne und Gehälter dürften 2011 nominal um 2,6 Prozent zulegen. Wegen der anziehenden Benzin- und Heizölpreise stieg allerdings auch die Furcht vor einem Preisauftrieb. Die Anschaffungsneigung ging deshalb leicht zurück, lag aber immer noch auf hohem Niveau.

GfK sieht 2011 mindestens ein Prozent Wachstum

2011 wird der private Verbrauch unterdessen nach Einschätzung der GfK doppelt so stark steigen wie 2010. "Wir halten eine eins vor dem Komma für möglich", sagte der GfK-Vorstandsvorsitzende Klaus Wübbenhorst der Nachrichtenagentur dapd. Für 2010 wird ein Wachstum von 0,5 Prozent erwartet. Die genaue Prognose für das nächste Jahr will die GfK im Februar vorlegen.

Als Gründe für die erfreuliche Entwicklung nannte Wübbenhorst neben der nach wie vor niedrigen Inflation das kräftige Wirtschaftswachstum und den robusten Arbeitsmarkt. "Das sind alles Faktoren, die dazu beitragen, dass sich der Konsument im Kopf wohlfühlt", sagte Wübbenhorst. Und dies beeinflusse sein Kaufverhalten.

Politik und Wirtschaft könnten Trend unterstützen

Nach dem Sommermärchen beim Fußball hätten die günstigen Rahmenbedingungen beim Konsum zu einem Wintermärchen geführt, das im kommenden Jahr in ein Frühjahrshoch münden dürfte. "Wir stehen im Moment ganz gut da. Da kann man schon sehr zufrieden sein", fasste der GfK-Chef zusammen.

Gleichwohl könnten Politik und Wirtschaft den erwarteten positiven Trend im kommenden Jahr unterstützen. Wübbenhorst führte hier "vernünftige" Lohnerhöhungen an und - was er besser findet - Gewinnbeteiligungen. Die Beschäftigten müssten am Erfolg ihrer Unternehmen teilhaben, forderte er. Dann hätten sie auch mehr Geld für Einkäufe in der Tasche. Hierfür müsse die Politik allerdings die kalte Steuerprogression überdenken. "Sonst bleibt eben nichts übrig. Und das bringt weder den Betrieben was noch den Konsumenten", kritisierte er.

GFK-Vorstand: Politik muss verlässlicher werden

Ohnehin wünsche er sich von der Politik 2011 mehr Verlässlichkeit. Sie solle sich weniger von einzelnen Wahlen steuern lassen. Auf Aussagen, die höhere Kosten und Abgaben bedeuteten, reagiere der Verbraucher nun mal "sehr verschnupft", sagte Wübbenhorst. Die Bundesregierung sollte daher neben ihrer Steuer- auch ihre Gebührenpolitik überdenken und für einen Bürokratieabbau in den Unternehmen sorgen. "Dazu wäre im nächsten Jahr eine gute Gelegenheit", sagte der GfK-Chef.

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