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Saab: Mutter Spyker verkauft seine Sportwagenwurzeln


Spyker verkauft Spyker - und setzt auf Saab

24.02.2011, 18:39 Uhr | dpa, t-online.de , dpa

Saab: Mutter Spyker verkauft seine Sportwagenwurzeln. Spyker verkauft sein ehemaliges Kerngeschäft - die Sportwagenproduktion (Foto: dpa)

Spyker verkauft sein ehemaliges Kerngeschäft - die Sportwagenproduktion (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Spyker verkauft sein ehemaliges Stammgeschäft - die Sportwagenmarke Spyker - und setzt damit voll und ganz auf die schwedische Marke Saab. Die Niederländer hatten den deutlich größeren Autobauer aus dem Norden während der Wirtschaftskrise vor dem Aus bewahrt und übernommen. Um sich voll und ganz auf den Erwerb konzentrieren zu können, passen offenbar die PS-starken Wurzeln nicht mehr ins Konzept der rasenden Holländer. Käufer der Sportwagen-Produktion ist übrigens ein russischer Oligarch, dem der US-Geheimdienst CIA Verbindungen zu Mafiakreisen nachsagt.

Spyker kaufte Saab von General Motors

Käufer sei der Russe Wladimir Antonow, Besitzer der britischen Investment-Firma CPP Global Holdings Ltd, so Spyker-Chef Victor Muller. Das vergleichsweise kleine Unternehmen Spyker hatte Saab vor einem Jahr vom US-Konzern General Motors gekauft, der durch die Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten war. Antonow sollte seinerzeit zunächst an der Saab-Übernahme beteiligt werden. Er wurde aber auf Verlangen der USA ausgeschlossen. Gegen seine Mitwirkung hatte der CIA interveniert, weil Antonow Verbindungen zu Mafiakreisen nachgesagt wurden.

Für die Sportwagensparte von Spyker Cars soll der russische Investor 15 Millionen Euro bezahlen. Zudem sollen die Niederländer bis 2016 an eventuellen Gewinnen bis zur Maximalhöhe von 17 Millionen Euro beteiligt werden. Dazu sei ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet worden, Einzelheiten seien noch auszuhandeln.

Auf das Geschäft mit Saab konzentrieren

Spyker Cars will nun in Kürze seinen Namen ändern. Die Transaktion versetze das Unternehmen in die Lage, "sich ausschließlich auf das Geschäft mit Saab zu konzentrieren". Zugleich könnten dadurch Schulden und Zinszahlungen reduziert werden. "Ohne Spyker hätten wir Saab nicht übernehmen können, doch die Spyker-Aktivitäten wurden durch den Kauf schnell ein kleiner Fisch in einem großen Teich", sagte Muller.

Inzwischen sei der Kapitalbedarf erheblich gewachsen. "Deshalb ist es eine gute Entscheidung, die Aktivitäten von Spyker und Saab zu trennen." Muller hatte kürzlich erklärt, er sei zuversichtlich, dass man 2011 das selbst gesteckte Jahresziel von 80.000 verkauften Saab-Autos erreichen werde. Für neue Modelle sollen Motoren von BMW geliefert werden.

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