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Landesbanken: WestLB zerlegt sich - Merz "ist raus"


WestLB zerlegt sich - Merz "ist raus"

20.05.2011, 09:47 Uhr | dpa, dapd, dpa, dapd, t-online.de

Landesbanken: WestLB zerlegt sich - Merz "ist raus". Als WestLB-Verkäufer gescheitert: Friedrich Merz (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Als WestLB-Verkäufer gescheitert: Friedrich Merz (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Die nur dank Staatshilfen noch existierende WestLB wird sich selbst zerschlagen. Der Vorstand der nordrhein-westfälischen Landesbank startet mit den Vorbereitungen von Teilverkäufen. Das teilte die Bank mit. Der seit Monaten verfolgte Komplettverkauf der einstmals größten deutschen Landesbank rückt damit in den Hintergrund. Der Veräußerungsbeauftragte für die WestLB, der Anwalt und frühere CDU-Finanzexperte Friedrich Merz, wird dem Vernehmen nach mit dieser Richtungsänderung nicht mehr benötigt.

Die Bankeigentümer hatten sich bereits vor einigen Wochen auf eine Zerschlagung der nordrhein-westfälischen Landesbank geeinigt. Die WestLB soll nach den Vorstellungen des Landes NRW und der NRW-Sparkassen zu einer reinen Sparkassen-Zentralbank verkleinert werden. Dieses Institut wird allerdings nur noch etwa ein Viertel der ohnehin schon verkleinerten WestLB umfassen. Von den derzeit noch rund 5000 Mitarbeitern würden künftig weniger als 1000 gebraucht. Die EU-Wettbewerbshüter betrachten dieses Modell mit Wohlwollen, fordern allerdings bis Ende Juni alle Details. Brüssel will bis zur Sommerpause entscheiden.

Auslandsgeschäft wohl vor dem Verkauf

Mit dem Umbau der WestLB zur reinen Sparkassen-Zentralbank dürfte vor allem das Auslandsgeschäft zum Verkauf gestellt werden. Auch die Projektfinanzierungen, bei denen sich der Düsseldorfer Konzern als einer der großen Anbieter sieht, könnten auf die Verkaufsliste gesetzt werden. Für Teilverkäufe gilt der Vorstand als zuständig. Außerdem soll die Investmentbank Morgan Stanley an Bord bleiben, die bereits beim Verfahren für den Komplettverkauf eingebunden war.

Merz sollte Verkauf organisieren

Merz hatte Ende September vergangenen Jahres den Verkaufsprozess für die WestLB mit einer Zeitungsanzeige gestartet. Im Rennen für die komplette WestLB sind noch zwei Interessenten, dabei soll es sich Medienberichten zufolge um die Finanzinvestoren Apollo und Lone Star handeln. Sie hatten konkrete Pläne vorgelegt, die noch unverbindlich waren. "Herr Merz ist damit raus", sagte ein Insider zu den Weichenstellungen. Merz moderierte dem Vernehmen nach auch die Krisentreffen zur WestLB von Vertretern des Landes, der NRW-Sparkassen und des Bundes.

Im April war bekannt geworden, dass Merz für seine Dienste ein Honorar von 5000 Euro pro Tag erhalten haben soll. SPD, Grüne und Linke forderten deshalb seine Kündigung als WestLB-Verkaufsbeauftragter.

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